Eck-Town-City : Kinderstadt mit historischem Bezug

Noch ist das Stadttor von Eck-Town-City nicht fertig. Aber immerhin gab es schon den ersten Gefangenen für das neue Gefängnis (kleines Bild, Fotomantage). Das hatte allerdings noch keine Tür, der Aufenthalt im Knast wurde zu einem kurzen Ausflug. Fotos: Peters
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Noch ist das Stadttor von Eck-Town-City nicht fertig. Aber immerhin gab es schon den ersten Gefangenen für das neue Gefängnis (kleines Bild, Fotomantage). Das hatte allerdings noch keine Tür, der Aufenthalt im Knast wurde zu einem kurzen Ausflug. Fotos: Peters

Die Kinderstadt Eck-Town-City hat am Montag zum siebten Mal ihre Tore geöffnet. 215 „Bürger“ wählen aus 40 Berufen.

shz.de von
14. August 2018, 06:37 Uhr

Eckernförde | Zehn Berufe in einer Woche ausüben – in Eck-Town-City ist das kein Problem. Heute Vormittag arbeitet man als Casino-Croupier und am Nachmittag als Sanitäter, morgen dann erst bei der Polizei und später als Tischler.

Die Kinderstadt Eck-Town-City hat gestern wieder ihre Tore geöffnet – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Stadttor schmückt erstmals den Eingang der Gemeinde, die wie in den vergangenen Jahren aus einer Zeltstadt auf dem Gelände des Schulzentrums besteht. Es stellt eine Kopie des einstigen Stadttores von Eckernförde dar, noch wird es bearbeitet.

215 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren können in Eck-Town-City täglich aus 40 Projekten auswählen. Das heißt: Sie müssen bei der Agentur für Arbeit auf dem Gelände ihren Wunschjob angeben, in dem sie meist auch unterkommen, und werden dafür in der örtlichen Währung „Eckis“ entlohnt, die von den Banken vor Ort ausgezahlt wird. Dafür können sie zum Beispiel im Supermarkt oder im Waffelladen von Eck-Town-City einkaufen, können sich im Fotostudio ablichten lassen oder im Fair-Trade-Laden ein T-Shirt erwerben. Auf diese Weise soll die Funktion eines Gemeinwesens vermittelt werden inklusive Bürgermeisterwahl, die heute erfolgt. Neun Kandidaten haben sich beworben – mit Wahlversprechen wie einer Wasserbombenschlacht an warmen Tagen oder mehr Gehalt und besserem Wetter. Natürlich wird über alles auch aktuell berichtet – die Eckernförder Zeitung unterstützt die „EckTownCityNews“ nach Kräften. Die Kinderstadt ist ein Projekt von Stadt Eckernförde und Verkehrswacht, bei dem sich über 80 Ehrenamtliche engagieren.

Übrigens: Wer sich Eck-Town-City aus der Nähe ansehen möchte, kann sich im Rathaus der Kinderstadt am Schulzentrum melden und erhält dort einen Besucherausweis, mit dem er Anspruch auf eine Stadtführung hat. Natürlich ausgeführt von einem Kind.

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