zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 21:51 Uhr

Kindergarten wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Anmeldezahlen in Groß Wittensee nehmen Rekordniveau an

von
erstellt am 17.Dez.2013 | 00:36 Uhr

Der Groß Wittenseer Kindergarten platzt geradezu aus allen Nähten. 55 Anmeldungen liegen der Gemeinde für das nächste Jahr vor. Hinzu kommen noch 13 Kinder für die Krippengruppe. Mit Sondergenehmigung können jedoch lediglich maximal 44 Kinder aufgenommen werden.

Die Gemeindevertretung hat daher in ihrer Sitzung in dieser Woche beschlossen, auf dem Gelände des Kindergartens einen Container zu errichten. Die Kosten belaufen sich allein dafür auf rund 20 000 Euro. Hinzu kommen zusätzliche Personalkosten von weiteren gut 50 000 Euro. Gleichzeitig werden die Gebühren für die Eltern nicht unerheblich steigen. Die Kosten für ein Regelkind erhöhen sich von bislang 128,50 auf 166 Euro. Der Elternbeitrag für ein Kind unter drei Jahren steigt von 269 auf 320 Euro an.

„Ein Aufnahmestopp wäre natürlich die einfachste Lösung“, sagte Bürgermeister Jochen Arp, doch dann wären Ausgleichszahlungen in fast ähnlicher Höhe fällig gewesen. Zudem sei es nicht der Wille der Eltern gewesen, dass ihre Kinder Einrichtungen in anderen Orten besuchten, berichtete Arp.

Auch die Einrichtung einer Waldgruppe wurde diskutiert. Doch diese Variante hätte keine Entlastung bei der Aufnahme von Kindern unter drei Jahren gebracht. In dem Container, der im Frühjahr aufgestellt werden soll, wird eine altersgemischte Gruppe betreut werden.

„Die Gemeinde steht bei der Geburtenrate an der Spitze im Amt“, sagte der Bürgermeister. Eine positive Entwicklung, aber die Kinderbetreuung müsse dann auch gesichert werden.

Finanziell ist die Gemeinde arg gebeutelt. Ende 2014 beträgt die Rücklage voraussichtlich nur noch rund 7400 Euro. Außerdem müssen mit Sanierungsarbeiten im Bereich der Kanalisation gerechnet werden. Arp geht von etwa 50 000 Euro aus. Diese Arbeiten sollen dann erfolgen, wenn die alte B203 eine neue Decke erhält. Darauf hat sich die Gemeinde jetzt mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr außergerichtlich geeinigt. Seit einigen Jahren liegt die Gemeinde im Dauerstreit mit der Behörde um die nach ihrer Meinung nach nicht fachgerechte Sanierung. Eine Fortsetzung des Streits vor Gericht wollte die Gemeinde nun aber vermeiden. Der Eigenanteil Groß Wittensees an der Sanierung des Teilstücks von der Habyer Straße bis Höhe des Klärwerkes beträgt rund 45 000 Euro, das sind 17,5 Prozent der Gesamtkosten.

Die Vereine im Dorf erhalten einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro als Anschubfinanzierung, um damit ein Dorffest mit Maibaumaufstellen zu ermöglichen. Der Mühlenverein wird mit 2000 Euro für die Reparatur der maroden Flügel ausgestattet.

1000 Euro erhält auch das Kids-Treff-Projekt, mit dem im Ort ein Treff für Kinder von sechs bis zwölf Jahren etabliert werden soll. Ab Februar soll der Treff einmal die Woche für zwei Stunden öffnen.

Im Bereich der Schlachterei in der Dorfstraße wird das Parkverbot auf beiden Seiten bis bis zur Apotheke verlängert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen