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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 18:55 Uhr

Umzug : Kindergarten im Container

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ab Montag werden zehn der Groß Wittenseer Kindergartenkinder in einem Container betreut. Mit dem Ausweichquartier entspannt sich die Situation im Kindergartengebäude. Die Gemeinde investierte in die provisorische Erweiterung samt Inventar rund 65 000 Euro.

Großwittensee | Von außen nicht unbedingt ein Hingucker, aber im Inneren haben die Kindergartenkinder alles, was sie brauchen – viel Platz zum Spielen, einen Ruheraum und Toiletten. Und das Spielgelände des Kindergartens liegt ja gleich vor der Tür. Seit wenigen Tagen steht der neue Container beim Groß Wittenseer Kindergarten. Versorgt wird der Raum über das Feuerwehrgerätehaus

Ab Montag werden hier zehn Kinder in einer altersgemischten Gruppe von den Erzieherinnen Ina Hartmann und Manuela Stahl betreut. Nach den Ferien werden es 16, davon drei Kinder unter drei Jahren. „Damit entspannt sich die Lage bei uns“, sagen Leiterin Sabine Lürkens und Bürgermeister Jochen Arp. Denn das Kindergartengebäude im Mühlenweg platzt aus allen Nähten. Auch der Anbau für die Krippengruppe reicht mittlerweile nicht mehr aus. 54 Kinder sind es jetzt, 65 sollen es nach den Sommerferien werden. Die Gemeinde musste rasch handeln und hat den Kauf eines etwa 70 Quadratmeter großen Containers beschlossen. Mit Inventar kostet die provisorische Erweiterung rund 65 000 Euro. Ein zusätzliches Fenster wird noch eingebaut werden, ein weiteres vergrößert.

Einen Aufnahmestopp wollte die Gemeinde nicht verhängen. Die Einrichtung einer Waldgruppe wurde diskutiert. Doch diese Variante hätte keine Entlastung bei der Aufnahme von Kindern unter drei Jahren gebracht. Zudem hätten die Kinder hier nur fünf Stunden betreut werden können.

Die Gemeinde hat im Zuge der Investition die Gebühren angezogen. Die Betreuungskosten für ein Regelkind von 7 bis 14 Uhr in steigen von bislang 128,50 auf 166 Euro. Der Elternbeitrag für ein Kind unter drei Jahren steigt von 269 auf 320 Euro an. Proteste der Eltern gegen die Erhöhung oder die Containerlösung hätte es nicht gegeben, sagt Sabine Lürkens. „Die Eltern sind froh, dass ihre Kinder in Groß Wittensee den Kindergarten besuchen können“, sagt sie.

Die Container sind für drei Jahren gemietet, eine Verlängerung ist möglich. Doch das hänge von den Geburtenzahlen im Dorf ab. Langfristig werde aber darüber nachgedacht, bestätigt Arp, das Feuerwehrgerätehaus in die Planungen miteinzubeziehen, denn die Wehr wird in den nächsten Jahren einen Neubau erhalten.


 

 

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erstellt am 03.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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