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Segeln : Kieler „Ylva“ am schnellsten unterwegs

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Deutschen Meisterschaft der Folkeboote auf der Eckernförder Bucht wurde den Teilnehmern eine Woche lang alles abverlangt. Fritz Schaarschmidt vom Segelclub Eckernförde landete mit seiner Crew auf Platz zehn.

Eckernförder Bucht | Vier Tage lang kämpften 34 Folkeboote um den Sieg, am Ende stand Ulf Kipcke vom Kieler Yachtclub mit seiner „Ylva“-Crew ganz oben auf dem Treppchen, um die begehrte Medaille als diesjähriger Deutscher Meister entgegenzunehmen.

Zehn Wettfahrten waren an fünf Tagen in der vergangenen Woche geplant. Dass der erste Tag komplett ausfiel, war dem Starkwind zuzuschreiben, der mit Böen von 7 bis 8 Beaufort aus Südwest über die Eckernförder Bucht jagte. „Wir setzten zunächst eine Startverschiebung bis 12 Uhr, die dann mit zwischenzeitlicher Option bis 16 Uhr erweitert wurde“, berichtet Co-Wettfahrtleiter Dr. Walter Sperlich. Im Hinblick darauf, dass die Folkeboote stets mit voller Besegelung gefahren werden, war dabei auch der Sicherheitsaspekt ausschlaggebend.

Zwei Wettfahrten am Dienstag, die dritte wurde aufgrund einer aufziehenden Wetterfront rechtzeitig vor dem Start abgesagt, waren für die Teilnehmer kein Zuckerschlecken. Böen, die die Boote hart auf die Seite legten, sorgten für kräftezehrendes Segeln. Für die weniger Geübten ging es am Ende nur um das reine Durchhalten. Drehender Wind machte die Nachjustierung der Startlinie erforderlich. Nicht kontrollierbare Frühstarts bekam die Wettfahrtleitung mit der „Black Flag“ in den Griff, die den Frühstartern die sofortige Disqualifikation signalisierte und in der ersten Wettfahrt gleich sechs unglückliche Teilnehmer betraf.

Dass die Creme de la Creme am Start war, zeigten die relativ konstanten Ergebnisse über die Woche verteilt. So kristallisierten sich die Favoriten mit Ulf Kipcke (KYC) und Christoph Nielsen (BV03) schon gleich an den ersten Wettfahrttagen heraus. Die Punktedifferenz zwischen Platz eins und zwei betrug nur drei Zähler, was bis zuletzt Nervenkitzel auf der Regattabahn versprach. „Es ist die Erfahrung auf diesem Boot, die den Ausschlag gab“, sagt Kipcke. Vor 20 Jahren hatte der 50-jährige mit seinem Vater vom Vorschoter zum Steuermann getauscht und segelt seitdem auf allen wichtigen Regatten der Folkebootszene immer im gleichen Team. Es ist für Kipcke nicht der erste Sieg auf der Eckernförder Bucht. Schon bei den Eckdays in der ersten Jahreshälfte holte sich die Crew den begehrten Pokal. Routiniert überlässt Kipcke nichts dem Zufall, so gehört die Messung eventueller Strömung dazu, aber auch die Startlinie und das Luvgate wird vermessen, um die begünstigten Seiten herauszufinden. „Mit drei Punkten Vorsprung in der vorletzten Wettfahrt lagen bei uns die Nerven blank“, gibt Kipcke unumwunden zu, denn Nielsen als alter Eckernförder kennt das Revier seit seiner Jugend wie aus der Westentasche und steht seglerisch in nichts nach.

Auf Platz drei fand dann im Wochenverlauf ein Wechsel statt. Konnte sich Siegfried Busse (SVK) zunächst als Dritter halten, musste er dann mit nur einem Punkt Differenz die Bronzeplatzierung an Walter Furthmann (YCS) abgeben. Bester Segler aus dem SCE war Fritz Schaarschmidt (Hauptorganisator der Veranstaltung) mit Crew Martin Lewin und Björge Dehn. Diese ersegelten sich den 10. Platz und landeten damit im ersten Drittel.


Ergebnisse

1. „Ylva“ mit Ulf Kipcke, Dieter Kipcke und Gero Martens (Kieler Yachtclub), 2. „Chiquita“ mit Christoph Nielsen, Gunther May und Stefan Klabunde (SV03 Berlin), 3. „Paula“ mit Walther Furthmann, Hans-Christian Mrowka und Richard Mühe (Yacht Club Strande), 4. „Emma“ mit Siegfried Busse, Uwe Pfuhl und Roland Busse (Segler Vereinigung Kiel), 5. „Second hand“ mit Andreas Blank, Katja Knegendorf und Konrad Sagebiel (Segler Club Gothia)

 

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erstellt am 25.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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