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Symposium für kosmische Strahlung : Kieler Technik auf dem Mars

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

170 Astrophysiker kommen zum Europäischen Symposium für kosmische Strahlung. In einem öffentlichen Vortrag spricht Professor Robert Wimmer-Schweingruber über Kieler Technik auf dem Mars.

Kiel | Es dreht sich alles um das Weltraumwetter und seine Folgen für unsere Gesundheit, um Dunkle Materie und extreme Sonnenereignisse: In dieser Woche treffen sich in Kiel rund 170 Astrophysikerinnen und -physiker zum 24. Europäischen Symposium über Kosmische Strahlung.

Nach 1978 wird dieses Treffen zum zweiten Mal an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel abgehalten. Und die Veranstalter freuen sich: Als großen Erfolg für die Landesuniversität bezeichnet CAU-Präsident Professor Lutz Kipp den beachtlichen Besucherstrom. Professor Robert Wimmler-Schweingruber stimmt ihm zu und erklärt, dass die Wissenschaftler, die zum diesem Treffen kommen, in ganz verschiedenen Bereichen der kosmischen Strahlung forschen. „Einige arbeiten mit Sonnenstrahlung, andere mit galaktischer Strahlung, wieder andere am Teilchenbeschleuniger. Dieses Symposium ist das einzige seiner Art, bei dem sich all diese Wissenschaftler treffen und austauschen können“. Eine intensive Woche voller Vorträge und Diskussionen – in den beiden Hörsälen des Physikzentrums genauso wie im kleinen Kreis – steht allen Teilnehmer bevor. Gestern morgen wurden sie von Professor Bernd Heber vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik empfangen, am Abend vom Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Professor Lutz Kipp begrüßt.

Obwohl es ein europäisches Symposium ist, sind auch Gäste aus Russland, USA, Mexico und Japan angereist. „Die Uni Kiel war von Anfang an in der Raumforschung mit dabei“, berichtet Professor Heber. Kiel sei gut angesehen in der Comunity. Es sei wichtig, diese Tradition aufrecht zu halten, Kollegen zu treffen, Kontakte zu pflegen und neue Kollaborationen aufzubauen. Die Mischung aus allgemeinen und sehr speziellen Vorträgen sei gut kombiniert, erklärte Heber. Für interessierte Besucher ist der Vortrag „Von der Kieler Förde zum Mars“ vorgesehen. Professor Robert Wimmer-Schweingruber berichtet über den RAD (Radiation Assessment Detector), den Kieler Forscher entwickelt haben und der an Bord des NASA Rovers Curiosity am 12. August 2012 auf dem Mars landete. 2005 wurde mit seiner Entwicklung begonnen. Er misst die zellschädigende kosmische Strahlung auf dem Mars. Wimmer-Schweingruber gibt einen Ausblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Mission.

„Von der Kieler Förde zum Mars“, Mittwoch, 3. September, 19 Uhr im Hans-Geiger-Hörsaal im Physikzentrum.

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erstellt am 02.Sep.2014 | 08:35 Uhr

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