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Neueröffnung : Kfz-Check und Plakette in ehemaliger Scheune

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kristofer Kahn hat aus einer alten Scheune in Hütten eine GTÜ-Prüfstation gemacht.

von
erstellt am 03.Apr.2014 | 07:03 Uhr

Hütten | „Hütten hat vieles, aber eine Prüfstation hat noch gefehlt“, sagte Kristofer Kahn gestern überzeugt bei der Eröffnung seiner GTÜ-Prüfstation auf einem Resthof in Unterhütten. Der 31-Jährige hat rund drei Jahre lang mit einem Bauhelfer an dem Umbau der fast 100 Jahre alten Scheune gearbeitet – doppelt so lange wie geplant. Ein Abriss des Gebäudes schien beinahe unausweichlich, doch Kahn griff zu, um es innen und außen von Grund auf zu sanieren. Mit seiner Lebensgefährtin Franziska und dem ein Monate alten Sohn Karl Friedrich hat Kristofer das Wohnhaus des Hofes bezogen.

Damit die Kosten nicht aus dem Ruder liefen, war Kristofer immer auf der Suche nach Material. Fündig wurde er unter anderem in Rieseby. Dort hat er einen Stall abgebaut, um an die Mauersteine zu kommen. „15 000 Stücke mussten anschließend geputzt werden“, erzählt der Förstersohn. Aber auch Bordsteine aus der Eckernförder Frau-Clara-Straße und Kirchenmörtel aus Dänemark verarbeitete Kahn in dem Gebäude. Eine 15-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage versorgt die Familie mit Strom. Mit Hans-Jürgen Timm hat Kahn noch eine Aushilfe in seiner Prüfstation

Auch Bürgermeister Georg Beyer zählte gestern zu den Gästen der Eröffnung und lobte das Engagement Kahns: „Ein tolles Beispiel für die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude.“

Kristofer Kahn studierte Maschinenbau an der Fachhochschule in Kiel, setzte noch den Prüfingenieur obendrauf und arbeitete anschließend bereits als Prüfer.

Noch sind die Arbeiten nicht komplett abgeschlossen. Der Kundenbereich wird noch mit einem Tresen und einem Sofa gemütlich gemacht, auch der Fußbodenbelag fehlt noch. Doch das erste Fahrzeug konnte gestern schon auf die Hebebühne. Mathias Ritt kam mit seinem sieben Jahren alten Opel Combo und war zuversichtlich, die Plakette zu erhalten. „Ich habe vorher noch investiert, neue Bremsen zum Beispiel, sagte er.

Rund 20 Minuten dauert eine Hauptuntersuchung mit anschließender ASU, die jetzt UMA (Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems) heißt. Und der Fahrzeugbesitzer sollte Recht behalten. „Ohne Mängel“ lautete das Ergebnis der Untersuchung und dafür gab es die Plakette.

 


>Die Prüfstation hat montags ab 18 Uhr, mittwochs von 14-18 Uhr, freitags von 14 -17 Uhr und Sonnabends von 9-13 Uhr geöffnet. Tel.: 0170/8142621.

 

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