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Vereinssterben in Goosefeld : Keine Zukunft für das DRK?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Ortsverband steht kurz vor der Auflösung. Außerordentliche Mitgliederversammlung als letzter Strohhalm.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 06:20 Uhr

Goosefeld | Nach Gammelby und Ahlefeld-Bistensee könnte auch Goosefeld bald ohne DRK-Ortsverband dastehen. Wenn sich in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag, 30. Oktober, um 19 Uhr in der Gemeindefreizeitstätte kein neuer Vorstand findet, muss der Verein mit seinen 76 Mitgliedern zum Jahresende aufgelöst werden. „Dann wird es eine Lücke geben“, sagt die Noch-Vorsitzende Annegret Kroeger. Die 67-Jährige, die dem Goosefelder DRK seit 15 Jahren vorsitzt, steht ebenso wie der restliche Vorstand nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Das sei „definitiv“, betont die langjährige Vorsitzende.

Sie hatte sich in der Vergangenheit mehrmals erweichen lassen, so auch im vergangenen Jahr. „Wir konnten nicht ein Jahr vor unserem 40. Geburtstag aufhören“, erklärt Kroeger. Diesen feierte der Ortsverband im Mai (wir berichteten). Schon länger versucht das DRK, Nachfolger zu finden – bisher vergebens. „Wir haben gefragt, gemacht und getan“, so Kroeger. „Aber wir haben keinen neuen Vorstand zusammenbekommen.“

Für Bürgermeister Uwe Satriep ist das „sehr bedauerlich“, da das DRK in der Gemeinde ein sehr wichtiger Verein sei. Dies gelte insbesondere für die Seniorenbetreuung. „Leider ist es keine Ausnahme, viele Vereine haben große Schwierigkeiten, einen Vorstand zu finden“, beobachtet Satriep. Er vermutet, dass Goosefeld für viele Bürger lediglich als Wohnort diene. „Den großen Bezug zur Gemeinde haben sie aber nicht mehr“, so der Bürgermeister. Dafür sei die Anbindung nach Eckernförde und Kiel einfach zu gut. Uwe Satriep kann sich vorstellen, dass in Zukunft von der Gemeinde aus auch ohne das DRK in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen für Senioren angeboten werden könnten. Das hänge aber auch vom neuen Gemeinderat ab, der im kommenden Mai gewählt wird.

Ein solches Modell kann sich auch Annegret Kroeger vorstellen. „Bei entsprechender Unterstützung sind auch ohne Verein Veranstaltungen möglich“, so die 67-Jährige, die bei etwaigen Projekten helfen würde, ohne dabei federführend zu sein. Der Idealfall wäre allerdings der Fortbestand des DRK. Allzu große Hoffnungen machen sich Kroeger und Satriep jedoch nicht, dass sich am Montag noch ein neuer Vorstand findet. „Das stimmt uns traurig“, so Kroeger. Bis zum Jahresende finden die gewohnten Veranstaltungen – Basar, Weihnachtsmarkt und Geburtstagsfeiern – statt. Was dann kommt, steht noch in den Sternen.

Wer Interesse hat, sich im DRK-Vorstand zu engagieren, wendet sich an Annegret Kroeger, Tel. 04351/41 111, oder Ulla Eichler, Tel. 04351/41733

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