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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 05:12 Uhr

anti-mobbing-tag : Keine Chance für Rassismus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hakenkreuze an den Wänden und Mobbing auf dem Schulhof – die Fritz-Reuter-Schule und die GGS in Eckernförde wollen damit Schluss machen und aktiv gegen Rassismus und Mobbing vorgehen.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 18:03 Uhr

Aufkleber mit rassistischen Sprüchen und Hakenkreuze an den Wänden – so sah es noch im Januar rund um das Schulgelände der Fritz Reuter Schule aus. Doch das soll sich jetzt ändern. Denn die Grund- und Regionalschule trägt ab sofort den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Bei dem bundesweiten Projekt können sich Schulen um diesen Titel bewerben, wenn mindestens 70 Prozent der Schüler und Lehrer sich mit ihrer Unterschrift verpflichten, künftig aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Dazu gehört nicht nur das Eingreifen in akuten Situationen, sondern auch die Organisation von Projekten.

32 solcher Schulen gibt es in inzwischen in ganz Schleswig-Holstein, mit der Fritz Reuter Schule jetzt auch zwei davon in Eckernförde. Pate für die Aktion ist der Bundestagsabgeordnete Sönke Rix (SPD), der den Schülern gemeinsam mit Thomas Lemm von der Awo und Landeskoordinatorin Medi Kuhlemann die Urkunde und das große Schild mit dem Titel überreichte, das die Schule ab sofort als Anti-Rassismus-Schule auszeichnet.

Warum die Schüler sich an der Aktion beteiligen, erklärt Schülervertreter Marvin Nemitz: „Wir wollen damit ein schöneres Schulklima schaffen.“ Aus gutem Grund. Denn das Thema Rassismus sei an der Schule schon lange präsent. „Es herrschte oft dicke Luft hier und man hat sich in den Pausen nicht wohl gefühlt“, erklärt Nemitz. Damit scheinen er und seine Kollegen von der Schülervertretung (SV) bei ihren Mitschüler einen Nerv getroffen zu haben. „Die Reaktionen waren durchweg positiv.“

80 Prozent der Schüler haben schon auf der Liste unterschrieben. Damit es vielleicht noch mehr werden, will die SV in Zukunft weitere Aktionen uns Projekte zu dem Thema durchführen. „Die zehnte Klasse dreht im Moment schon einen Film zum Thema Mobbing“, verrät Nemitz.

Um das Thema Mobbing ging es auch an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) Standort Süd. Die Schüler der Klassen 3 bis 6 hatten am landesweiten Anti-Mobbing-Tag einen Stuhlkreis auf dem Schulhof gemacht. Einige von ihnen standen in der Mitte und sollten versuchen, einen freien Platz zu ergattern. Ihre Mitschüler verhinderten das, indem sie von einem Stuhl zum nächsten rutschten. Mit dem Spiel sollte den Schülern verdeutlicht werden, wie schwer es ist, in eine Gruppe hereinzukommen, erklärt Schulsozialarbeiterin Birte Stoffers und betont: „Mobbing kann jeden treffen.“

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