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Sportler des Jahres : Keine Angst vor dem nächsten Schritt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Fockbeker Bogenschütze Florian Kahllund wurde nach 2011 zum zweiten Mal von den Lesern der ECKERNFÖRDER ZEITUNG und der LANDESZEITUNG zum Sportler des Jahres gewählt. Ab diesem Jahr muss er sich in der Herrenkonkuttenz behaupten.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 06:06 Uhr

Noch lässt Florian Kahllund die neue Saison ruhig angehen. Eigentlich sieht sein Trainingsplan sechs Einheiten a drei Stunden in der Woche vor, doch der 20-Jährige vom SSC Fockbek hat den Umfang reduziert. „Mir fehlt noch etwas die Motivation“, räumt Kahllund ein. Und so feilt er derzeit nur vier Mal die Woche jeweils für zwei Stunden an seinen Fertigkeiten im Umgang mit Pfeil und Bogen. Doch die Zeit des Müßiggangs ist ab kommender Woche vorbei, schließlich will der Informatikstudent auch 2014 wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. Sowie 2013, als er einen Erfolg nach dem anderen feierte und sich in die Geschichtsbücher eintragen konnte. Als erster Deutscher gewann Kahllund zwei Weltcup-Turniere (Ljubljana und Bukarest) bei den Junioren in Folge. Wohl auch deshalb wählten ihn die Leserinnen und Leser der Eckernförder Zeitung und der Landeszeitung zum zweiten Mal nach 2011 zum Sportler des Jahres. Eine Auszeichnung, die dem Bogenschützen eine Menge bedeutet. „Es ist schön, wenn andere meine Leistung honorieren. Und es ist eine gute Werbung für unsere Sportart, die sonst weniger im Fokus steht.“

Im Sommer 2002 entdeckte er die Leidenschaft für das Bogenschießen. Und schon früh zeigte sich, dass er ein Ausnahmetalent ist. Kahllund zählt zu den Besten in seiner Altersklasse, nicht nur in Deutschland. Viele kleine und große Trophäen zieren mittlerweile die Vitrine des 20-Jährigen, zahlreiche Urkunden schmücken die Wände seines Zimmers in der elterlichen Wohnung. „Da sind schon einige bedeutende Titel dabei“, sagt Kahllund mit berechtigtem Stolz. Ob 2014 weitere Pokale hinzukommen, wird sich zeigen, denn in diesem Jahr endet Kahllunds „Welpenschutz“. Er wechselt aus dem Juniorenbereich zu den Erwachsenen. „Hier ist die Konkurrenz wesentlich größer.“ Angst vor dem nächsten Schritt in der Karriere hat er aber nicht. „So viel besser schießen die auch nicht. Und wenn ich meine Leistung bringe, bin ich konkurrenzfähig.“

Den Beweis will er schon Ende Januar bei der Qualifikation für die Indoor-Weltmeisterschaften Ende Februar in Nimes (Frankreich) antreten. „Es wäre schon ein Riesenerlebnis, wenn ich mich für die WM qualifizieren könnte.“ Um es nun auch bei den Senioren mit den Besten aufnehmen zu können, hat der Fockbeker die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Victor Bachmann intensiviert, mit dem er in regem E-Mail-Verkehr steht und sich ständig über Trainingsinhalte und -ergebnisse austauscht. Zudem will er zukünftig auch die Dienste eines Sportpsychologen vom Olympiastützpunkt Kiel in Anspruch nehmen. „Gerade im mentalen Bereich kann ich mich noch verbessern“, erklärt Kahllund, der sich viel von der professionellen Hilfe verspricht. „Die Motivation und die Konzentrationsfähigkeit haben zuletzt bei mir etwas gelitten. Das wird nun hoffentlich besser.“

Doch auch eventuelle Rückschläge sind einkalkuliert. „Sicherlich wird es jetzt schwieriger, an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen. Ich werde in dem einen oder anderen Wettkampf Lehrgeld zahlen. Deshalb mache ich mir keinen Druck.“ Der Ehrgeiz ist indes geblieben. Das vorrangige Ziel für das erste Herrenjahr lautet die Teilnahme an der Europameisterschaft Mitte Juli in Echmiadzin (Armenien). Und sollte Kahllund dort erneut für positive Schlagzeilen sorgen, wäre er auch 2014 ein ganz heißer Anwärter auf den Titel „Sportler des Jahres“.

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