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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 14:04 Uhr

Kein Zuckerschlecken

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Segeln: „Wittensee Laser Master“ bei Wind bis Stärke sechs / John siegt vor Willim

Wind aus Nordost, in den Böen bis zu sechs Windstärken, dazu eine kurze Welle – es war für die 33 Segler des diesjährigen „Wittensee Laser Master“ kein Zuckerschlecken. Zum zweiten Mal fanden die Wettfahrten, zu der der Wassersportclub am Wittensee (WSCW) eingeladen hatte, losgelöst vom „Wittensee Finale“ statt. „Eine gute Entscheidung“, wie Organisator und Teilnehmer Wolfgang Fuss feststellt, kommt doch so in die Veranstaltung mehr Ruhe hinein.

Die Bedingungen waren gut aber nicht einfach, vier geplante Wettfahrten am Sonnabend in Folge brachten den ein oder anderen Segler dann doch an seine physische Grenzen. „Irgendwann brennen die Oberschenkel, die Bauchmuskeln fangen an zu zittern“, beschreibt Eva Biro aus Köln die Grenzen, die zum Aufgeben veranlassen. Die 44-Jährige gehört bei dieser Veranstaltung eher zu den jüngeren Teilnehmern, denn Master in dieser Bootsklasse ist jeder ab 35 Jahren aufwärts. Gestaffelt in vier Altersgruppen zählte der älteste Teilnehmer über 70 Jahre, aus Berlin angereist waren aber auch Melanie (63) und Dietrich Schilling (68). Gesegelt wurde mit Radial- und Standardsegel, beide unterscheiden sich durch 1,2 Quadratmeter Fläche. „Das bietet auf dem Kreuzkurs für die leichteren Teilnehmer deutlich Entlastung, andererseits auf dem Vorwindkurs kaum Verlust“, erläutert Schilling. Als zweitältester Teilnehmer ist sein Ansporn, in die erste Hälfte zu kommen. Hochkarätig ging es an der Spitze zu, das Duell um den ersten Platz lieferten sich Ex-Weltmeister Andreas John und mehrfache deutsche Meister Andreas Willim das letztendlich Ersterer für sich entschied. Seit den 70er Jahren sitzt der 53-Jährige im Laser, dessen Stärke an diesem Wochenende auf dem Kreuzkurs lag. „Auf dem Vorwindkurs ist Willim einfach schneller, bei diesem Kurs verwächst er mit seinem Boot“, gibt John anerkennend zu. Er glich mit der windbegünstigten linken Seite der Regattabahn seine eigenen Nachteile aus. Zog sich das Feld unmittelbar nach dem Start auseinander, wurde die Luvtonne als nächste Bahnmarke zum Flaschenhals, als dort in der vierten Wettfahrt das Spitzenfeld gleichzeitig eintraf. Die daraus erfolgenden gegenseitigen Berührungen zwangen die Betroffenen, mit einer 360-Grad-Drehung ihren Regelverstoß zu bereinigen, was wertvolle Platzierung kostete und nachfolgende zunächst nach vorne brachte. Gehörte Vorjahressieger Thomas W. Müller von der EG Steinhuder Meer am ersten Tag noch zu den ersten drei, musste er im Gesamtergebnis den dritten Platz an Jan O. Schulze vom TSVS abgeben. Mit drei ersten und zwei zweiten Plätzen entschied Andreas John das Gesamtergebnis für sich, mit nur drei Punkten Unterschied folgte Andreas Willim vom SSC. Damen Vize-Europmeisterin Alexandra Weihrauch schaffte als Frauenbeste den 21. Platz.


Ergebnisse: 1. Andreas John (Blankeneser Segelclub), 2. Andreas Willim (Schlei Segelclub), 3. Jan O. Schulze (TSVS), 4. Thomas W. Müller (EG Steinhuder Meer), 5. Matthias Brühl (BSC).



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erstellt am 27.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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