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„Seestern“ : Kein Restaurant für Schönhagen – Bürgermeister ist „stinksauer“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Keine weiteren Gespräche der Gemeinde Brodersby mit Planet-Haus AG. Eigentümer hält Zusagen nicht ein.

„Das Ding ist für mich gelaufen. Ich bin stinksauer“, sagte Bürgermeister Christian Schlömer (CDU) gestern gegenüber unserer Zeitung und meinte damit das Projekt „Seestern“. Noch vor ein paar Wochen schien alles so positiv: nach zehn Jahren Leerstand des Gebäudes kam die Gemeinde Brodersby mit der Planet-Haus AG, dem jetzigen Eigentümer des „Seesterns“ in die Verhandlungen und wollte endlich dafür sorgen, dass den Urlaubern anstelle eines leerstehenden Lokals eine ansprechende Restauration geboten wird (wir berichteten).

Seinem Versprechen, Restaurant und Nebenräume in einen verpachtungswürdigen Zustand zu versetzen, sei der Däne Sven Hollesen, vertretungsberechtigter Vorstand der Planet-Gruppe, nicht nachgekommen, so Schlömer. „Von der Gemeinde aus sind die Verhandlungen bis auf weiteres abgebrochen“, äußerte sich der Bürgermeister mehr als verärgert. Mindestens 300  000 Euro, so hätte es die genauere Inspizierung der Räumlichkeiten ergeben, müssten investiert werden, bevor eine entsprechende Nutzung überhaupt wieder möglich sei – ein Betrag, den die Gemeinde unter gar keinen Umständen aufbringen kann. „Lasst die Finger davon“, lautete auch das Ergebnis aus beratenden Gesprächen. Die Gemeindevertretung, die Christian Schlömer noch vor ein paar Wochen das Mandat erteilte, Verhandlungen zu führen, ist auf seiner Seite. Die Planet-Haus AG habe gesagt, sie bräuchte die Einnahmen aus den im Obergeschoss liegenden sechs Eigentumswohnungen, um den „Seestern“ in einen pachtfähigen Zustand zu versetzen. „Jetzt sind die alle verkauft, und es ist trotzdem eine Baustelle. Oben fertig, unten Schrott“, musste der Bürgermeister enttäuscht feststellen und fügte aufgebracht hinzu: „Es ist eine Frechheit, sowas anzubieten.“

Der Höhepunkt für Christian Schlömer, der sich wenigstens eine Stellungnahme von der Planet-Gruppe gewünscht hätte: Sven Hollesen ist derzeit für ihn nicht mehr erreichbar. „Jetzt haben sie nicht einmal mehr den Mut, zurückzurufen. So kann man mit einer Gemeinde wirklich nicht umgehen. Das ist eine bodenlose Frechheit“, machte er seinem absoluten Unverständnis über die Firma Luft.

Der Wunsch nach einem Restaurant in gehobenem Segment bleibt. Über die Verwirklichung wird gesprochen – wenn der Ärger verdaut ist.

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