Kein Lösegeld: Bürgermeister in Haft

Wilde Gesellen kamen an Land.
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Wilde Gesellen kamen an Land.

Die Piraten haben zum 13. Mal die Stadt überfallen. Weil sich die Verhandlungsführer nicht einigen konnten, muss der Bürgermeister bis Sonntag in Ketten bleiben. Dann soll das Lösegeld übergeben werden.

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16. August 2009, 05:11 Uhr

Eckernförde | Es ist ruhig am Strand, die Fischer werfen Netze aus, ihre Frauen mangeln Wäsche. Hinten am Horizont gleiten Segelboote übers Wasser, zunächst ganz friedlich. Doch dann drehen sie bei. Käptn Piet (Peter Thietje) und seine Mannschaft nehmen Kurs aufs Festland. Alarmstimmung am Strand, die Piraten kommen. Die Fischer bewaffnen sich. Die Stadtwache (gespielt von den Schmauchbrüdern aus Linau) lädt ihre Kanonen. Ohrenbetäubender Lärm und dicke Rauchwolken, der Kampf beginnt. Die Schiffe feuern ein paar Mal zurück. Bis die Piraten den Strand erreichen, dauert es einige Zeit, die Fischer wissen gar nicht richtig, was sie noch machen sollen. "Eckernförde, ich will ein infernalisches Gebrüll hören", ruft Magister Wigbold (Gabriele Pahms), der die Eckernförder auf das Eintreffen der Seeräuber einstimmt.

Zur selben Zeit sind die beiden Schiffe "Freedom" und "Jachara" schon gefährlich nah am Strand, die Seeräuber springen von Bord, Käptn Piet verlässt als einer der ersten sein Schiff und schwimmt an Land. "Eckernförder, guckt böse", ermuntert Magister Wigbold, aber vergebens. Die Piraten er stürmen den Strand und zücken ihre Säbel. Mit allem, was sie greifen können, versuchen die Fischer, sich zu wehren, sogar mit den bloßen Fäusten. Käptn Piet rächt sich an einer Fischerin, die eben noch im Wasser auf ihn eindrischt. Überall Kampfgeschrei, immer mehr Fischer sinken zu Boden, liegen regungslos im Sand. Die Piraten gewinnen das Gemetzel, legen die Fischer mit lautem Gebrüll in Ketten und ziehen zum Rathaus.

Dort zeigt sich Bürgermeister Jörg Sibbel erstaunlich kampfeslustig. Nachdem die Piraten die mit Holz verbarrikadierten Türen stürmen, entbrennt ein Kampf auf dem Balkon, bei dem sich das Stadtoberhaupt gegen Enter-Egon behaupten kann. Doch der "schwarze Grinser" kommt von hinten, überwältigt den Amtschef. In Ketten wird er hinausgeführt, wo die Bevölkerung den Rathausmarkt füllt. Käptn Piet gibt ihm noch eine Chance, es entbrennt ein Säbelkampf, bei dem der Bürgermeister verletzt wird. Immer wieder sticht Käptn Piet in die Wunde am Bein, der Bürgermeister gibt sich geschlagen.

In der Zwischenzeit hat Enter-Egon einen Teil der Schatzkarte gefunden, der zum legendären "Schatz von Borby" führen soll. Nun ist die Karte komplett, denn die anderen beiden Teile haben Käptn Piet und Käptn Nepomuk (Rainer Billmayer) bereits.

Auf einem Holzwagen wird der Bürgermeister zum Hafen gebracht, wo Piet zwei Fischer findet, die mit ihm in Verhandlungen treten: Hinnerk Wichtig (Joachim Thomsen) und Krischan Klook (Frank Neve). Die Lösegeldforderung der Piraten: mehrere tausend Goldtaler und eine Jahresration Rum und Verpflegung für die gesamte Mannschaft. "Erst war der Bürgermeister ja ganz still, aber dann hat er eine Haushaltssperre verhängt", wägen die beiden ab. So richtig wollen sie ihm nicht helfen. "Pass ma op, Käptn Iglo. Wi bruk nochn beten Bedenktied." Die gibt Käptn Piet den beiden - bis Sonntagabend um 22.10 Uhr. Gibt es dann kein Lösegeld, geht der Bürgermeister über die Planke. Bis dahin wird gefeiert.

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