BIG und Bürgermeister: : Kein Gratisparken: Verpflichtung zur Bewirtschaftung

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18. Januar 2018, 06:58 Uhr

Eckernförde | Die Aussichten für die von der FDP vorgeschlagenen Zwischenlösung der angespannten Parkplatzsituation in der Innenstadt tendieren gegen Null. Sowohl Alexandra Dahmen, Projektleiterin des für die „Nooröffnung“ zuständigen Sanierungsträgers BIG Städtebau, als auch Bürgermeister Jörg Sibbel haben in ihren Stellungnahmen auf die rechtlich bindenden Vorgaben hingewiesen. „Wir sind verpflichtet, die Flächen in Sanierungsgebieten zu bewirtschaften und dürfen sie nicht kostenfrei für andere Zwecke nutzen“, sagte Dahmen.

Unabhängig davon liege die Fläche angesichts des bevorstehenden Abrisses des Parkdecks und anschließend auch des früheren Aldi-Markts mitten in einem Baugebiet und würde zur Vorbereitung und Durchführung gebraucht. Zum anderen sei eine Nutzung als Parkplatz auch deshalb nicht möglich, weil das Areal altlastensaniert sei und man keineswegs das Risiko einer erneuten Verunreinigung z. B. durch Motoröl eingehen wolle, so Dahmen. Die gleichen Argumente würden auch für den im Zuge der Abbrucharbeiten des Gebäudekomplexes Reeperbahn/Schulweg geschlossenen Parkplatz in der Stichstraße des Schulwegs gelten. Außerdem gebe es kaum Anfragen nach kostenpflichten Parkplätzen, um diesen wieder zu öffnen.

Bürgermeister Sibbel wies zudem auf die Parkplatznutzergruppen „Kunden“ sowie „Beschäftigte und Anwohner “ hin, die es zu differenzieren gelte. So sei der P+R-Parkplatz am Schulweg bereits vor Beginn der Geschäftsöffnungszeiten voll belegt und stehe den Kunden nur noch in geringem Maße zur Verfügung. Dieser Umstand müsse bedacht werden. Fehlende kostenfreie Stellplätze seien besonders für Arbeitnehmer und Bewohner ein Problem, Kunden seien eher bereit, fürs Parken auch zu zahlen.

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