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Kein Billiglohnstandort: Job-Start mit 2413 Euro brutto

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Arbeitgeberverband legt Umfrage zu Einstiegsgehältern vor: Studierte beginnen mit mehr als 3000 Euro

von
erstellt am 21.Feb.2014 | 11:46 Uhr

Arbeitnehmer im Nordosten Schleswig-Holsteins liegen mit ihren Einstiegsgehältern deutlich über den Mindestlöhnen. Ein ungelernter Mitarbeiter mit einer Anlernzeit von mehr als vier Wochen bekommt durchschnittlich 10,15 Euro brutto pro Stunde und verdient damit 1887 Euro brutto (Grundlohn ohne Sonderzahlungen). Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Arbeitgeberverbandes Flensburg – Schleswig – Eckernförde unter seinem mehr als 300 Mitgliedsbetrieben.

Facharbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung erhalten demnach – nach der Einarbeitung – im Schnitt – 13,75 Euro brutto und kommen so auf 2413 Euro. „Nach mehrjähriger Arbeit im Unternehmen erhöhen sich natürlich die Gehälter“, kommentiert Arbeitgeberverbandsgeschäftsführer Fabian Geyer das Umfrageergebnis. Mit diesen Zahlen sei jedenfalls bewiesen, dass das nördliche Schleswig-Holstein kein Billiglohnstandort ist: „Die 8,50 Euro Mindestlohn sind bei uns kein Thema“, sagte Fabian Geyer – jedenfalls nicht bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen: „Das ist bundesweit Thema bei Minijobbern“, erklärtführte der Geschäftsführer weiter aus.

Mit abgeschlossenem Hochschulstudium liegen die Einstiegsgehälter demnach bei durchschnittlich 3070 Euro. Zudem seien diese Gehälter sehr schnell entwickelbar. „Hier bewegen wir uns im Kontext anderer Regionen“, findet der Arbeitgebervertreter. Allerdings gebe es Unterschiede in den Gehältern, die von der Betriebsgröße abhingen.

Auch die jährlichen Sonderzahlungen hat Geyer bei seinen Mitgliedsbetrieben zwischen Flensburg und Eckernförde abgefragt. 75 Prozent der Betriebe zahlten im Durchschnitt ein volles Gehalt – davon 60 Prozent Weihnachtsgeld und 40 Prozent eines Monatsgrundlohns als Urlaubsgeld.

Ein Ergebnis der Umfrage indes hat auch Fabian Geyer überrascht: Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit in Vollzeit liegt zwischen 39 und 40 Stunden. Deutlich mehr als die Hälfte der Belegschaften arbeiteten 40 Stunden pro Woche: „Da hätte ich weniger erwartet“, sagt Geyer.

Sein Fazit: „Die Norm sind nicht 35 oder 37,5 Stunden.“ 39 bis 40 Stunden seien einfach normal.

Arbeitnehmer in der Region haben bei einer Fünf-Tage-Woche durchschnittlich 28 Tage Urlaub. Eine solche Urlaubsregelung findet Geyer großzügig. Mit Blick auf die Erholung der Belegschaften mache es indes Sinn.

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