Kein Bad in der Menge

von
08. Juli 2015, 15:07 Uhr

Da lob’ ich mir doch mein Idyll.

Hier kann ich kommen wann ich will,

an der Kasse sitzt nicht eine,

an meinem See, da gibt’s gar keine.

Keine Schlangen, kein Gedränge,

auf meinem Handtuch keine Enge.

Kein lautes Schreien, keine Wächter,

höchstens fröhliches Gelächter.


Eisvogel ruft auf grünem Zweig

sehnsuchtsvoll nach seinem Weib.

Fische wimmeln mir zu Füßen,

Entenpaar mit Kind lässt grüßen

Schilf rauscht leise vor sich hin-

ob ich da wohl glücklich bin?

Für die Klamotte gibt’s ne Bank-

dem „Erbauer“ tausend Dank.


Auf krummem Pfad geht’s steil bergab,

aufgepasst, nur ja kein Trab!

Himbeere, Giersch und Kälberrohr

begleiten mich ans grüne Tor

zum See und zum Privatvergnügen.

Wie kann man das nur so sehr lieben?

Der Einstieg? Nicht für jedermann,

nur für den, der’s übt und kann.


Tarzan-Feeling kommt nun auf.

Ich hantle mich am Seil dann rauf

und gleite lautlos in die Flut.

Wie wohl mir ist, wie gut das tut!

Ich fixiere meine Fahnen

und ziehe zügig meine Bahnen.

Mal ist es neblig, mal ganz heiter,

mal windet’s, tröpfelt’s, und so weiter.


Wolkenfelder schieben sich

zu Riesenhaufen, eindrücklich.

Wie ist doch uns’re Welt so schön-

ich würde nie ins Schwimmbad gehen.


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