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Eckernförder Zeitung

17. August 2017 | 21:33 Uhr

Karten auf den Tisch und mutiger Auftritt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Investoren haben’s wieder schwerer in Eckernförde und müssen mit politischem Gegenwind rechnen. Das ist nicht in jedem Fall schlecht, in diesem jedoch schon, denn das nach vier Jahren greifbar gewordene Kino hat sich nach dem Aus für den Standort Skaterpark wieder in Luft aufgelöst. Das beklagen nicht alle, aber viele Bürger. Natürlich kann man auch mal Nein sagen, aber nicht nach so einem Verhandlungsmandat für den Bürgermeister, der den Bahnhof zwar nicht kriegen konnte, am Schulweg aber die Brocken aus dem Weg geräumt hat und nun völlig frustig den Investoren Ablehnungsbescheide zusenden muss. Und auch nicht, ohne ein anderes Ass im Ärmel zu haben, das den Skaterpark womöglich sogar ausstechen könnte. Wenn es in irgendeinem verborgenen Ärmel eines Pokerface’ stecken geblieben sein sollte, wäre es nicht schlecht, wenn es schleunigst gezückt werden würde, um zu prüfen, ob hier tatsächlich noch jemand einen Trumpf in der Hinterhand hat oder ob die Partie schon längst ausgereizt ist.

Der Bahnhof, der ZOB, der Parkplatz Grüner Weg oder vielleicht gar ein ganz anderer Standort im Nahbereich der Innenstadt, der beim Kino-Standortcheck der Stadt womöglich durchgefallen ist? Unrealistisch bis spekulativ, teuer und zeitnah – sprich bis 2020 – wohl kaum zu haben. Das ist im Moment die Realität. Ob die Unterschriftensammlung der CDU und die auf politischen Druck hin vielleicht doch noch stattfindende Einwohnerversammlung dazu beitragen können, die Ratsversammlung auf ein anderes Gleis zu setzen, bleibt abzuwarten.

Wenn alles nichts hilft: Final sechs Monate Zeit nehmen, alle Kräfte bündeln, Sondersitzungen, Perspektiven und Standorte klären, planen, verhandeln und liefern. Kommt bis Ende September nichts rum, wird auf dem Skaterpark ein Markt und Kino gebaut – wenn die Investoren dann noch mitspielen.

Dr. Dorothee Bieske weiß, was sie will. In Windeseile hat sie erkannt, wo man ansetzen muss, um das Eckernförder Museum auf ein neues Level zu hieven. Und sie sagt öffentlich, wo der Schuh drückt – an sehr vielen Stellen. Mutig, mutig, aber als Neueinsteigerin hat sie nun einmal die Aufgabe, Schwachstellen zu benennen, die es zu beseitigen gilt. Dorothee Bieske macht den Eindruck, dass sie den Willen und die Kraft hat, diesen ernüchternden Status Quo zu verändern und das Museum mit neuem Leben zu füllen.

Karte
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erstellt am 19.Mär.2016 | 06:40 Uhr

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