zur Navigation springen

Ortstermin des Umweltausschusses : Karlstraße: Lachse sollen wieder aufsteigen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Umweltausschusses haben sich am Mittwochnachmittag die Pläne der Stadt zur Öffnung des Lachsenbachs in der Karlstraße angehört. Lachse und Meerforellen stiegen einst in Scharen bis zum Pastorat auf. Jetzt sollen sie dort wieder laichen können.

Der Lachsenbach trägt seinen Namen nicht ohne Grund: In früheren Jahren soll es dort von Lachsen und Meerforellen gewimmelt haben. „Das hat mir mein Pastor erzählt. Die haben so viele Lachse gefangen, dass sie sie gar nicht mehr essen mochten“, sagte der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige städtische Mitarbeiter Michael Packschies gestern Nachmittag bei einem Ortstermin des Umweltausschusses unter Leitung von Edgar Meyn (Grüne) in der Karlstraße. Der Pastor hieß Lehmann und war ein Bruder des berühmten Dichters Wilhelm Lehmann. Ob es jemals wieder einen solchen Lachs- und Meerforellenreichtum im Lachsenbach geben und ob der Edelfische dort wieder laichen wird, kann derzeit niemand sagen. Fakt aber ist: Sie stehen zur Laichzeit im Eckernförder Hafen vor der Mündung des Lachsenbaches und „schnuppern das Süßwasser“, wie Packschies berichtete.

Von aufsteigenden Salmoniden ist allerdings bisher nichts bekannt – das genau das soll sich ändern. Der Lachsenbach läuft verrohrt direkt unter der etwa 150 Meter langen Karlstraße, der Stichstraße zwischen Vogelsang und Bergstraße, hindurch in Richtung Ostsee. Er speist sich aus zwei Zuläufen im Bereich der Terrassenhäuser in der Riesebyer Straße und führt dann durch das Lachsenbachtal bis zur Bergstraße, von wo er das letzte Stück bis zum neu gestalteten Meeresauslauf an der Borbyer Promenade in Rohren verschwindet. Wie Packschies erläuterte, denkt die Stadt daran, zunächst das Teilstück des Lachsenbachs in der Karlstraße wieder zu öffnen. „Die Fische brauchen Tageslicht, um aufsteigen zu können“. Und dieses möchte man ihnen verschaffen, indem ein etwa 60 Zentimeter breiter und ein Meter tiefer Graben ausgehoben wird, den die Lachse und Meerforellen bachaufwärts schwimmen können. Der Graben soll teilweise mit Gittern zum Drüberfahren sowie mit einem Geländer versehen werden.

„Wir arbeiten uns langsam ran“, so Packschies. Ist der Lachsenbach in der Karlstraße erst einmal geöffnet, kann man sich um das weitere verrohrte Bachbett nördlich der Bergstraße kümmern. Während die Karlstraße städtischer Besitz ist, müssten dort allerdings Gespräche mit privaten Grundstückseigentümern geführt werden. Doch soweit ist es noch lange nicht. Einstweilen gibt es nur erste Denkansätze. Daher ist auch eine Kostenabschätzung, wie gestern erfragt, noch nicht möglich.

Gleich mit angesprochen wurde in der Karlstraße die Option einer bauliche Erweiterung eines Anliegers, auf dessen Grundstück noch Platz für ein weiteres Gebäude ist. Konkret ist auch dort noch nichts, doch nach Auskunft des Eigentümers gebe es die Option, das eingetragene zweite Flurstück auch bebauen zu können.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Sep.2013 | 05:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen