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Straßenbau : Karlsminde – Ausbau bei Vollsperrung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landeszuschuss zu Ausbau der Straße Karlsminde , Umsetzung im Mai 2017 / Abwasserpumpstation am Campingplatz Ludwigsburg soll im Herbst modernisiert werden

von
erstellt am 03.Feb.2017 | 06:13 Uhr

Waabs | Straßenbau kostet Gemeinden viel Geld, selbst wenn Anlieger inzwischen über Anliegerausbaubeiträge an den Kosten beteiligt werden müssen. Die Gemeinde Waabs hatte Glück, ihr Zuschussantrag wurde positiv beschieden. Noch kurz vor Weihnachten ging ein Zuwendungsbescheid des Landes über 218  000 Euro für den Straßenausbau in Karlsminde ein.

Der Bauausschuss unter Leitung von Heinz Haller (WGW) empfahl Mittwochabend einstimmig, das Vorhaben umzusetzen. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, einen Planungsauftrag für die rund 2750 Meter lange Straße zu vergeben und den wirtschaftlichsten Anbieter zu beauftragen. Die Vorplanung ist abgeschlossen, darunter auch ein Einbuchungsverfahren der „Nicht-ermittelten-Eigentümer-Grundstücke“. Auch Verfahren zum Flächentausch und -kauf stehen kurz vor dem Abschluss. „Die Kooperation mit dem Hauptanlieger und Flächeneigentümer ist auch sehr gut gelaufen“, stellte Haller fest. Im Dialog mit den Anliegern hat die Amtsverwaltung bereits eine Vollsperrung für die Arbeiten vom 7. Mai abends bis zum 18. Mai vereinbart. An dem Wochenende dazwischen soll die Vollsperrung aufgehoben werden. Nach bisheriger grober Schätzung durch die Amtsverwaltung Schlei-Ostsee ist mit zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 412  000 Euro zu rechnen. Um den Zuschuss zu erhalten, muss das gesamte Vorhaben bis Herbst 2017 realisiert und abgerechnet sein.

Doch nicht nur der Straßenbau kostet Geld, auch die Abwasserentsorgung der wie Perlen auf einer Kette an der Ostsee liegenden Campingplätze ist kostenintensiv. Nachdem bereits die Pumpenanlagen in Langholz (2011) und in Karlsminde (2013) modernisiert wurden, steht nun das Pumpenwerk in Ludwigsburg am Campingplatz an. Dort und in Lehmberg befinden sich noch alte pneumatische Pumpwerke im Verlauf der Abwasserdruckrohrleitung, erklärte Jan Andresen vom Amt. Bereits 2009 war die Anlage in Ludwigsburg im Fokus gewesen, dann aber durch Priorität der beiden anderen Stationen nach hinten geschoben worden. Nun sei es aber an der Zeit, die alte Anlage, die zunehmend störungsanfälliger wird, zu modernisieren, um letztlich auch die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten.

Diese hat nach Aussage von Bürgermeister Udo Steinacker auch die höchste Priorität. Dabei erinnert er an die vielen Tausend Gäste, die im Sommer auf den Campingplätzen der Gemeinde leben. „Wir bemühen uns immer, alle Abwasseranlagen auf einem guten Stand zu halten“, sagte er und gab damit Ralf Schmidt, dem neuen zuständigen Mitarbeiter der Schleswag die Wünsche der Gemeinde auf den Weg. Die Schleswag betreut die Waabser Kläranlage. Der Ausschuss empfahl einstimmig, die Arbeiten mit einem Kostenvolumen von geschätzt 125  000 Euro im Haushalt 2017 einzustellen. In der Abwassersonderrücklage befinden sich zur Deckung noch rund 210  000 Euro. Die Arbeiten sollen nach der Saison im Oktober/November umgesetzt werden.

Bisher nicht kalkulierbare Kosten kommen auf die Gemeindekasse durch Küstenschäden in Kleinwaabs an der Strandtreppe zu. In Verlängerung der Strandbek hatte die Ostsee beim Hochwasser Anfang Januar, die Strandtreppe großflächig freigespült. Die Benutzung ist weiterhin sicher, hieß es. Allerdings ergab ein Vororttermin mit Fachleuten, dass eine Reparatur der Steilküste mit „Bordmitteln des Bauhofes“ nicht ausreichten, so Haller. Ganz grob wurde der Aufwand für eine Küstensicherung mit flachablaufendem Deckwerk auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Während Haller den Erhalt der Treppe, auch als Teil eines Rundwanderwegs für dringend erachtete, berichtete Bruno Kruse für die CDU, dass sie bislang eher an eine günstige Reparatur dachten, oder auf die Treppe zu verzichten. Der Ausschuss befand dann aber einstimmig, dass die Schadensstelle über den Kreis dem Land gemeldet wird, da es dort wohl einen kleinen Fördertopf aus dem Wirtschafts-Resort (Tourismus) gebe. Danach hat die Treppe große Bedeutung für den Tourismus, zum Küstenschutz und zum Erhalt einer Feuerwehrzufahrt zu Gebäuden an der Küste.Ob und wie weiter vorgegangen wird, ist noch offen.

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