Chronik : Karby von A bis Z auf 704 Seiten

Kistenweise Chroniken liegen bereit. Das Autorenteam mit Sylvia Palenczat (v.r.), Thomas Becker, Uwe Sorgenfrei und Peter Hansen ist erleichtert, dass das Werk noch vor Weihnachten vorliegt und abgegeben werden kann.
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Kistenweise Chroniken liegen bereit. Das Autorenteam mit Sylvia Palenczat (v.r.), Thomas Becker, Uwe Sorgenfrei und Peter Hansen ist erleichtert, dass das Werk noch vor Weihnachten vorliegt und abgegeben werden kann.

Chronikteam stellt die Karbyer Geschichte vor / Auflage von 400 Stück gedruckt

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22. Dezember 2017, 06:41 Uhr

Karby | Geschafft. Die Dorfchronik von Karby liegt vor. Das Interesse an dem 704 Seiten starken Buch war groß, als Dienstagnachmittag das Chronikteam mit Thomas Becker, Peter Hansen, Hans Uwe Sorgenfrei und Sylvia Palenczat die druckfrischen Exemplare im Feuerwehrgerätehaus vorstellten und auch sofort verkauften. Das Buch wird zum Preis von 29,95 Euro angeboten und trägt die Geschichte der Gemeinde in die Welt.

Noch bevor Becker in einer Powerpointpräsentation die Chronik mit 19 Kapiteln und über 300 Artikeln vorstellte, bildete sich eine lange Schlange bei Rosemarie Becker. Sie gab die begehrten Bände heraus. Insgesamt 400 Stück wurden gedruckt. 77 Vorbestellungen lagen bereits vor. Doch es gingen weit mehr Bücher über den Tisch, wie Thomas Becker erleichtert feststellte.

Becker dankte den vielen Helfern, die sich an dem Werk beteiligt hatten. Als Autoren dankte Becker vor allem Sylvia Palenczat. Sie war zu dem Team gestoßen, nachdem sie im Archiv der Heimatgemeinschaft Eckernförde immer wieder Dokumente Karby betreffend fand und diese zunächst an Becker weiterleitete. Das war irgendwann zu mühsam und sie stieg ein. Peter Hansen hatte sich vor allem um den Bereich der Feuerwehr gekümmert. Mit Uwe Sorgenfrei, dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde, stand ein „Karby-Kenner“ zur Seite. Auf viele Fragen konnte er uns immer Antworten liefern, sagte Becker dankend. Mit drei Seiten war Johannes Goos aus Fleckeby als Autor für den Absatz über das Gut Karlsburg gewonnen worden.

Becker hatte vor gut 25 Jahren begonnen, alles über Karby zu sammeln. Berichte, Fotos und andere Dokumente, die Gemeinde betreffend, hob er auf. Zudem führte er vor 15 Jahren schon 91 Interviews mit Bürgern, die noch aus der alten Zeit berichten konnten. Das Team sichtete Schulchroniken, Vereinsbücher, durchforstete Archive, so der Heimatgemeinschaft Eckernförde und der Eckernförder Zeitung. Ausgewertet wurden auch zwei Schulabschlussarbeiten zu Karby, die 1955 und 1963 erschienen. Insgesamt 6000 Dokumente und 11 500 Fotos und Bilder erbrachte die Suche, berichtete Becker den gut 50 Besuchern der Präsentation.

Karby Bürgermeister Klaus Dieter Möse hatte selber drei Exemplare erworben. Er sah das Werk erstmals und war begeistert. „Da steckt viel Arbeit drin“, sagte er und lobte wenig später das Team für sein großes Engagement. Es sei ein ganz tolles Buch geworden, das nicht nur Karbyer anspreche, sondern auch Bürger der Nachbargemeinden und viele auswärtige Karbyer. Es sei gut, dass die Gemeinde das Projekt vorfinanzierte, „sonst wäre es nichts geworden“, sagte er auf EZ-Nachfrage.

In die Reihe der Wartenden am Verkaufsstand von Rosemarie Becker und ihrer Mutter Lilo Schacht hatten sich auch Bernhard Clausen (langjähriger Karbyer Schulleiter) und Hans Peter Thomsen (ehemaliger Bürgermeister aus Dörphof) eingereiht. Für sie war es selbstverständlich, Besitzer eines solchen Buches zu werden. „Da kann sich die Gemeinde sehr freuen, dass es Menschen gibt, die sich so eine Arbeit machen“, stellte Clausen anerkennend fest.

Das Ergebnis in Händen haltend berichtete Becker von seiner Vorstellung, dass die meiste Arbeit des Projektes im Schreiben der Texte und der Auswertung der Quellen sei. Am Ende aber war es die Feinarbeit, um das Layout zu erstellen und alles möglichst fehlerfrei in Druck zu bekommen. Dass dies gelang, sei auch ein Verdienst der Grafikerin Dagmar Röhrbein. „Es ist ein schönes Buch geworden“, sagte Becker glücklich. Zum Gelingen trugen auch zahlreiche Bürger bei, die als Lektoren die Dokumente prüften.

Auch wenn der Schwerpunkt des Buches auf Karby liegt, so stellt das Chronikteam mit Blick auf das Buch fest, dass es auch vieles Interessantes für Bürger aus den Nachbargemeinden bereit hält. Schließlich war und ist Karby viele Jahrzehnte das Zentrum für die Bürger aus Brodersby, Dörphof, Winnemark und Kopperby gewesen, die die dortige Kirche, die Schule, die Vereine und Geschäfte nutzten.

Die Chronik umfasst 19 Kapitel. Dabei informiert sie umfassend über die Gemeindegeschichte von den ersten Anfängen bis in die heutige Zeit. Viele Zeitzeugenberichte und zur Verfügung gestellte Fotos von Bürgern wurden in dem Buch verwendet, so dass sich viele Mitbürger auf den zahlreichen Seiten wiederfinden werden. Im Buch werden auch allerlei Luftaufnahmen von Karby und Gut Karlsburg zu sehen sein. Ein anderes Kapitel befasst sich mit der Schule, den Handwerkern und Einzelhandelsgeschäften. Die Kürbisbande, die Schmalspurbahn, der Pulverturm und die Ziegelei kommen auch vor. Rund 30 Gilden und Vereine werden erwähnt, dazu alte Fußwege und Grenzsteine, die Schneekatastrophe und die Ver- und Entsorgung.

Angeboten wird die Chronik im Lebensmittelgeschäft Wohlfahrt in der Karbyer Ortsmitte. Infos gibt es auch beim Chronikteam und Bürgermeister Möse.

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