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Hubraum, Strand und Meer : Kaputte Jungs in ihren heißen Kisten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das siebte „Hubraum, Strand und Meer“ von den Kaputten Jungs lockte am Wochenende rund 300 Fahrzeuge und 2000 Besucher an den Südstrand. Zu sehen gab es amerikanische Autos, die zum Teil über Jahre hinweg zu wahren Super-Wagen ausgebaut wurden

Blubbernde V8-Motoren, blitzender Chrom, bestes Wetter und jede Menge Oldie-Liebhaber. Unter dem Motto „Hubraum, Strand und Meer“ hatten die „Kaputten Jungs“ zum siebten Mal an den Südstrand eingeladen. Rund 300 Fahrzeuge, vor allem alte amerikanische Straßenkreuzer wie ein Playmouth Belvedere, Ford Country Squire, Chevrolet Pick up oder Caprice, aber auch alte Volkswagen lockten rund 2000 Besucher auf das Gelände. „Hier darf jeder kommen, der ein individuelles altes Auto hat“, erklärt André Marweg von den Kaputten Jungs. „Nächstes Jahr müssen wir uns allerdings etwas überlegen, denn der Parkplatz platzte schon um 13 Uhr mit 230 Autos aus allen Nähten.“

Michael Dignas hatte sich mit seinem 80er Pontiac Firebird früh einen guten Platz gesichert und stellte fest: Der Kieler kam bisher fast zu jedem Treffen nach Eckernförde: „Sie Kaputten Jungs sind supernett und schaffen eine familiäre Atmosphäre. Es ist ein großartiges Treffen.“ Davon ließ sich auch „Brösels“ Bruder Andi Feldmann schnell überzeugen: „Freunde haben mir davon erzählt, und es gefällt mir sehr gut. Die Location ist geil und vor allen Dingen ist es der Hammer, wer sich hier alles trifft.“ Er kam mit seinem 56er Austin Healey, den er 1986 in San Diego gekauft hatte. „Das ist jetzt aber ein Andi Healey, weil mehr Andi drin ist als Austin.“ „Er hat einen V8-Motor vom Camaro, eine Hinterachse vom Jaguar, Ferrari-Felgen, und die Gläser der Scheinwerfer sind vom Trabi.“

Fast genauso baute Olli Preilipper aus Hamburg an seinem 37er Chevy Pick up. Das Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen – sein Auto wurde gewann den ersten Preis bei dem Wettbewerb der „coolsten Bude“: Sein Auto zählt zu den Hot Rods, bei denen es sich um Fahrzeuge aus den 30er-Jahren handelt, die später mit leistungsstärkeren Motoren ausgestattet und deren Karosserie umfangreich verändert wurde. Zuletzt baute er die Ladefläche so um, dass sie sich hydraulisch anheben lässt. „Das war eine handwerkliche Herausforderung für mich. Es macht keinen Sinn aber unheimlich Spaß“, sagt der 52-Jährige. Ein offener Motor, viele liebevolle Details, wie das selbstgefräste Armaturenbrett schmücken sein Fahrzeug. Ausgestattet ist es mit Flugzeugsitzen aus dem B-52 Langstreckenbomber der US-Luftwaffe und jeder Menge selbstgebogenen Blechen. Ende der Baumaßnahmen? Noch lange nicht in Sicht. „Ich habe noch jede Menge Ideen. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht verbastelt.“

Probleme mit dem TÜV oder der Polizei gäbe es nicht. „Ich bin zwar einmal mit Blaulicht von der Polizei angehalten worden, aber da hat man nur zu mir gesagt: Keine Angst, wir wollen nur einmal gucken.“

Die Begeisterung der Teilnehmer und Besucher wird jedoch durch ein Gerücht getrübt. „Es gibt eine Einzelperson, die sich über die Lärmbelästigung beschwert und das Treffen in Zukunft verhindern will“, berichtet Günter Ipsen. „Ich bedaure das zutiefst, denn es ist eine bundesweite Veranstaltung, zu der alle gerne kommen. Außerdem wird alles, was hier umgesetzt wird, einem Kindergarten gespendet.“ Die Kaputten Jungs haben sicherheitshalber angefangen, Unterschriften zu sammeln und werden für ihr Treffen kämpfen. „Die Zusammenarbeit mit der Eckernförder Touristik ist super. Wir müssen für den Platz, die Müllentsorgung oder die Toilettenreinigung nichts bezahlen. Deshalb ist alles kostenlos, die Preise für Essen und Getränke sind gering und wir haben finanziell nichts davon“, sagt André Marwig. „Aber die Leute sind begeistert und das ist schön. Sie fahren vom Platz und erzählen, dass sie sich schon auf das nächste Mal freuen.“


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erstellt am 09.Sep.2013 | 05:35 Uhr

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