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Wechsel an der Spitze : Kaptein führt jetzt den Mühlenverein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Christoph Kaptein ist neuer Vorsitzender des Mühlenvereins zur Erhaltung der Groß Wittensee Mühle „Auguste“

Für die meisten der rund 30 Mitglieder auf der Versammlung war es eine Überraschung, dass Hans-Claus Schnack (67) als Vorsitzender des Mühlenvereins nicht wieder kandidierte. Im März 2006 – damals durchlebte der Verein gerade eine unruhige Zeit – wurde der Klein Wittenseer zum Vorsitzenden gewählt und blieb es knapp zehn Jahre. Sein Nachfolger ist der 43 Jahre alte Christoph Kaptein. Der gebürtige Rheinländer zog vor zehn Jahren nach Groß Wittensee. 20 Jahre war Kaptein bei der Bundeswehr und machte vor drei Jahren seinen Abschluss als Versicherungsfachmann. Der neue Vorsitzende ist verheiratet und hat eine ein Jahr alte Tochter und einen vierjährigen Sohn. „Dass man einem Dazugezogenen das Wahrzeichen der Gemeinde, die Mühle, anvertraut, ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte Kaptein auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Er sei froh, dass er einen erfahrenen Vorstand neben sich wisse. So wurde Werner Jeß als Kassenwart bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch den zweiten Vorsitzenden Rüdiger Lemke und Kassenwart Reinhard Burath. Aktuell zählt der Verein rund 160 Mitglieder.

„Ich hatte den Vorstand im Vorfeld über meine Entscheidung informiert und mich um einen Nachfolger bemüht“, sagte Schnack. Der Zeitpunkt sei jetzt der richtige, betonte er. Der Vorsitz beim Naturparkverein Hüttener Berge und der Gilde nehmen viel Zeit in Anspruch, auch müsse er sich um Haus und Hof kümmern. Gerade beim Naturparkverein stehen noch viele Projekte an, die angeschoben werden müssten, und die Gilde feiert im nächsten Jahr ihr 500-jähriges Bestehen. Das sei mit viel Arbeit verbunden. Die Mühle Auguste und der Verein stünden gut da. In den vergangenen Jahren sei viel Geld in den Erhalt des historischen Gebäudes investiert worden, das Verhältnis zur Müllerfamilie Lemke sei hervorragend. Da könne Schnack guten Gewissens in die zweite Reihe zurücktreten. „Vor meiner Amtszeit sind rund 250  000 D-Mark in das Innenleben der Mühle gesteckt worden, nach 2006 weitere rund 40  000 Euro allein vom Verein . Die Mühle sei mahlfähig und zähle zu den am besten erhaltenen Mühlen Schleswig-Holsteins. Jetzt müsse es darum gehen, die Mühle den Menschen näher zubringen und erlebbar zu machen.

Zu den Aufgaben des Vorsitzenden gehöre neben der Vorbereitung und Durchführung der Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlung auch die Planung des Bundesmühlentages am Pfingstmontag gemeinsam mit der Familie Müller, dem Vorstand und Heike Hansen.

Arbeiten, die rund um Auguste anstünden, seien die Erneuerung der Betonplatte beim Mühlenvorplatz, der Fußboden im Speicherraum und die Verfugung des Mauerwerkes, das an einigen Stellen beschädigt ist. Auch über einen barrierefreien Zugang zur Mühle solle nachgedacht werden. „Viele Dinge sind aber nicht planbar“, betont Schnack aus Erfahrung. Bei einem alten Gebäude passiere immer etwas, womit man nicht gerechnet hat.

 

 

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erstellt am 11.Nov.2015 | 07:30 Uhr

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