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Neuer Chef für die WFG : Kapitänswechsel bei ruhiger See

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Personelle Veränderung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises: Kai Lassen übernimmt das Ruder von Pascal Ledune.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 06:06 Uhr

Eckernförde | Vergleiche mit der Seefahrt sind beliebt – erst recht an der Küste. „Sie haben in rauer See das Steuer übernommen“, sagte Landrat Rolf-Oliver Schwemer gestern im Technik- und Ökologiezentrum (Töz) zu Pascal Ledune (45). Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (WFG) geht zurück in seine alte Heimat nach Düsseldorf und hatte zu einem Abschieds- und Willkommensimbiss eingeladen. Sein Nachfolger zum 1. März wird Kai Lass (36), der bislang als Prokurist in der Gesellschaft gearbeitet hat. „Aber Sie haben die WFG wieder in ruhiges Fahrwasser gesteuert.“ Schwemer spielte damit auf die Affäre im Jahr 2012 rund ums „Zentrum für Energie und Technik“ in Rendsburg an, in dem Mieter länger als erlaubt zu vergünstigten Konditionen blieben.

Nur drei Jahre war Pascal Ledune der „Kapitän“ der WFG, jedoch hat er einen guten Eindruck hinterlassen: „Sie haben neue Themen etabliert wie zum Beispiel den Fachkräftemangel“, sagte Schwemer. „Das war wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises.“ Als Beispiel nannte er die erste Ansiedlung von Unternehmen am Rendsburg-Port. Der Hafen sei erfreulich ausgelastet. Mit Kai Lass habe Ledune einen Prokuristen herangeführt, der nahtlos in seine Fußstapfen treten könne. Er sei ein ausgewiesener Fachmann.

Auch Georg Schäfer, Vorstandsmitglied der Volks- und Raiffeisenbank Rendsburg, lobte Pascal Ledune als „dynamischen Mann mit Elan und Leidenschaft“. Jemanden wie ihn habe der Kreis gebraucht. „Lass dir deine Emotionalität, Sensibilität und dein Gespür für Menschen und Situationen nicht nehmen. Behalte den Mut, anders zu sein.“ Von Kai Lass wünschte er sich, dass er eigene Spuren hinterlässt und eigene Ideen entwickelt. „Wir sind alle zutiefst überzeugt, in Ihnen den richtigen Nachfolger gefunden zu haben.“

Dem schloss sich Pascal Ledune an: Kai Lassen habe ihn absolut überzeugt. Der seit Anfang März 2013 im Dienst der Wirtschaftsförderung des Kreises stehende Ledune war an den Aufsichtsrat mit der Bitte herangetreten, seinen Vertrag aufzuheben. Er hat das Angebot, sich neuen Aufgaben in seiner alten Heimat Dortmund zu widmen. Ledune soll die Funktion des stellvertretenden Geschäftsführers einer der deutschlandweit größten Wirtschaftsförderungseinrichtungen übernehmen und bei der Wirtschaftsförderung Dortmund für den Geschäftsbereich Invest verantwortlich zeichnen. Dazu gehören unter anderem die Gründungsförderung mit dem bundesweiten Wettbewerb „start 2 grow“ sowie die Flächenentwicklung in der Ruhrgebietsmetropole. Der Aufsichtsrat hat die Zustimmung zur Vertragsaufhebung mit Ablauf des 29. Februars gegeben.

Sein Nachfolger Kai Lass ist gebürtiger Eckernförder und wohnt in Felde. Er hat sich bislang schwerpunktmäßig um die Entwicklung der Häfen gekümmert. Das ausgegebene Ziel von Lass ist es, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. Der diplomierte Betriebswirt möchte die Standorte und Dienstleistungen zukunftsfähig mittel- und langfristig weiter optimieren. „Hierbei geht es neben der klassischen Wirtschaftsförderung beispielsweise auch um das operative Geschäft, wie beispielsweise die Sanierung der alten Kräne im Kreishafen und die Entwicklung des Gewerbegebietes Rendsburg Port“, so Lass. Ergänzend dazu wolle er in strategischen Fragen immer wieder prüfen, inwieweit aktuelle Megatrends auch für das Kreisgebiet nutzbar seien. In seiner beruflichen Tätigkeit vor seinem Eintritt in die WFG sammelte Kai Lass Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der maritimen Wirtschaft. Unter anderem war er Prokurist des Hafenbetreibers Rendsburg Port GmbH.

Für Eckernförde nannte er das TÖZ als die Einrichtung mit dem größten Förderpotenzial. „Wie viel Arbeitsplätze hier durch die günstige Miete für Existenzgründer entstanden sind, ist schon toll.“ Zu 95 Prozent sei die Einrichtung ausgelastet. Eckernförde selbst entwickle sich wirtschaftlich sehr gut, gerade im Tourismus. „Eckernförde ist dementsprechend das geringste Problem im Kreis.“ Wichtig sei, nicht den Schwächen einer Region hinterherzutrauern, sondern mit den Stärken zu wuchern. Und das sei in Eckernförde der Tourismus, der bei dem Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Stefan Borgmann, in guten Händen sei.

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