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Sport mit dem Tier : Kaninhop hält Häschen und Halter fit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Leistungssportart Kaninhop ist in Norddeutschland noch recht unbekannt. Rike Daetz aus Kiel gründete Kaninhop-Gruppe in Altenholz.

Altenholz | Ein niedliches Stupsnäschen, flauschiges Fell und große Augen – Kaninchen zählen bei Jung und Alt nicht umsonst zu den beliebtesten Haustieren. Doch die flinken Vierbeiner können viel mehr, als man ihnen auf den ersten Blick vielleicht zutraut. Bei Kaninhop, einer in Norddeutschland bisher noch relativ unbekannten Sportart, können sich Halter und Tier neuen Herausforderungen stellen. Gemeinsam wird ein abwechslungsreicher Hindernisparcours gemeistert und ganz nebenbei die Beziehung zwischen dem Kaninchen und seinem Besitzer verbessert.

In Altenholz hat Agrarwissenschaftsstudentin Rike Daetz vor einigen Jahren eine Kaninhop-Gruppe mit acht Mitgliedern ins Leben gerufen, die in regelmäßigen Abständen auch mit Erfolg an Wettbewerben teilnimmt. „Bei mir hat alles mit einem etwas molligen Kaninchen angefangen“, erzählt die 24-Jährige. „Als ich nach Möglichkeiten gesucht habe, seinen Alltag aktiver zu gestalten, bin ich auf Kaninhop aufmerksam geworden“, so die junge Frau, die 2007 in ihrer ostdeutschen Heimat die erste Gruppe gegründet hat. Nach ihrem Umzug habe sie ihre Freude an der ersten Leistungssportart für die agilen Fellnasen weiterhin mit anderen teilen wollen, sagt sie. „Vor allem die Jugendarbeit liegt mir am Herzen“, so die Besitzerin von zehn Vierbeinern in verschiedenen Größen und Farben. „Kaninchen wollen nicht immer im Stall sitzen – sie brauchen auch Beschäftigung“, betont sie. Durch das gemeinsame Lernen von Tier und Kind wachse das Verständnis füreinander, sagt die Kieler Studentin.

Bei Leonie Solterbeck (12) und Sofie Gojowczyk (14) kommt das Konzept gut an. Schon seit mehr als zwei Jahren trainieren die beiden Mädchen bei Rike Daetz. Bei Sofie Gojowczyk geht die Liebe zu den Haustieren inzwischen schon so weit, dass sie ihre Eltern überredet hat, eine private Auffangstelle einzurichten. Inzwischen besitzt sie 42 Kaninchen, um die sie sich in ihrer Freizeit mit großem Engagement kümmert. „Auch mit ihrer Begeisterung für Kaninhop hat sie mich ansteckt“, verrät ihre Mutter Waltraud Jessen aus Bornhöved, die seit zwei Jahren regelmäßig mit ihrer Tochter zu den Übungsstunden und Turnieren kommt. Mit viel Freude trainieren Mutter und Tochter inzwischen zwölf Kaninchen verschiedenster Herkunft.

Leonie Solterbeck aus Elmschenhagen ist schon seit drei Jahren großer Fan der Sportart mit skandinavischem Ursprung. „Mein Opa hatte einen Freund, der Rike bei sich im Garten mit ihren Kaninchen trainieren lassen hat“, erzählt die Schülerin. Aus der anfänglichen Neugier beim Zusehen entwickelte sich schnell eine eigene Leidenschaft. Inzwischen hat sie zehn eigene Kaninchen, mit denen sie vielseitig arbeitet. Neben Kaninhop werden viele Tiere auch im Rabbit Dancing, bei dem die Vierbeiner zu rhythmischen Klängen einstudierte Tricks präsentieren, trainiert.

Viel Aufmerksamkeit von ihr, bekommt aktuell Rammler Wis, der inzwischen ein halbes Jahr bei Leonie Solterbeck lebt. Sie hat ihn auf einer Ausstellung von Karin Krause aus Osdorf gekauft, die schon seit 37 Jahren als Züchterin tätig ist. Nach Angorakaninchen hat sie sich jetzt auf lohfarbige Hasenkaninchen wie Wis spezialisiert. „Ich komme gerne zu den Treffen der Gruppe und gucke zu“, so Karin Krause. „Der Umgang mit den Tieren ist hier sehr respektvoll. Kein Kaninchen wird zu irgendetwas gezwungen“, lobt sie die entspannte Atmosphäre. Geübt wird immer montags und mittwochs ab 18 Uhr. Wer sich der Kaninhop-Gruppe anschließen möchte, kann sich unter kaninchensport@gmx.de oder 0152/09246097 bei Rike Daetz melden. Dort wird auch der genaue Veranstaltungsort mitgeteilt.

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