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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 20:36 Uhr

Kanadagänse: Holtsee macht ernst

vom

Mit einzelnen Abschüssen will Holtsee das Gänseproblem nachhaltig in den Griff kriegen

Holtsee | Ein Ausweichquartier haben die Kanadagänse mittlerweile gefunden. Unmittelbar neben der Badestelle am Holtsee können die gut 60 Tiere ungehindert vom Wasser auf den Uferbereich wechseln. Die Badestelle wird derzeit durch einen Zaun abgeschirmt. Die Gänse sind noch in der Mauser, erst jetzt wachsen ihnen die langen Federn an den Flügel, und können daher die Absperrung noch nicht überwinden. Die Wiese am See ist außerdem durch viele Helfern von Kot und Federn gereinigt worden. "Erste Badegäste waren schon wieder am See", sagte Christian Kühme von der Wählergemeinschaft, die sich insbesondere die Verbesserung der Wasserqualität des Sees auf die Fahnen geschrieben hat.

Der Versuch, die Gänse durch die Akustik eines Vergrämungsgerätes zu vertreiben, schlug fehl (wir berichteten). Mit dem Aufstellen des Zaunes in Ufernähe startete die Gemeinde jetzt den nächsten Versuch. Allerdings wird damit gerechnet, dass die Gänse, sollten sie wieder fliegen können, den Zaun überwinden und wieder die Liegewiese in Beschlag nehmen. Daher haben Kühme und Bürgermeister Jens-Peter Frank (SPD) in dieser Woche ein Gespräch mit der Jagdbehörde des Kreises geführt. "Einzelne Tiere sollen abgeschossen werden", teilte Frank unserer Zeitung mit. Die Tiere hätten beim Einsatz des Vergrämungsgerätes gelernt, dass von den Schussgeräuschen keine Gefahr ausgehe. Sollten aber Gänse auf der Strecke bleiben, könnte das nachhaltig Wirkung zeigen und die Gänse vom Ufer fernhalten, so die Hoffnung Franks. Wie viele Tiere geschossen werden dürfen und in welchem Zeitraum, das werde jetzt von der Verwaltung geklärt. Frank versicherte auch, dass die Bürger im Falle einer Bejagung rechzeitig informiert und das Gelände weiträumig abgesperrt werde.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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