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Ausblick auf 2015 : Kampf um Reitwegenetz und gegen Pferdeäppel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jahresversammlung beim Reiterverein für Osdorf und Umgebung

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Osdorf | Pferdeäppel auf den Fuß- und Radwegen, ein Reitwegenetz, das keinen Anschluss findet, und ein Ausflug zur Stutenparade nach Ganschow – der Reiterverein für Osdorf und Umgebung hatte zur Hauptversammlung am Montagabend eine bunte Tagesordnung vorbereitet. Der Vorsitzende Peter Reinberg bekam viel Lob für die geleistete Arbeit und wurde einstimmig wiedergewählt. Auch Kassenwartin Anna Schumacher, die ihr Amt vor einem Jahr übernommen hatte, bekam alle Stimmen und kümmert sich nun für weitere drei Jahre um die Finanzen des Vereins.

Bis zum Jahresende 2014 hatte der Verein 164 Mitglieder. Ein Reitertag für den Nachwuchs und ein großes Turnier, Gottesdienst in der Reithalle und ein Jahresausflug, Ringreiten und Reiterfrühstück mit Vorträgen wird ihnen unter anderem geboten.

Im vergangenen Jahr musste der Reitertag allerdings abgesagt werden, da es nur 40 Nennungen gab, berichtete Jugendwartin Kathrin Kohrt. In diesem Jahr ist der Reitertag am Sonntag, 25. April, auf Hof Kruse geplant. „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr klappt. Es ist ein Turnier für Einsteiger, bei dem die Basis ihre Chance bekommen soll“, sagte sie. Bereits in den Osterferien können die jüngsten Vereinsmitglieder einen Lehrgang mit anschließendem Reitabzeichen am Hof Teschendorf in Borghorsterhütten belegen. Gut 25 Kinder zwischen vier und 13 Jahre lernen dort die Grundlagen rund ums Pferd und Reiten bei Silvia Behrendt. Sie musste inzwischen eine Warteliste für die etwas andere Reitschule anlegen. „Die Kinder kommen in alten Hosen und Gummistiefeln. Sie freuen sich schon, wenn sie ein Pferd putzen oder führen dürfen“, berichtet die Reitlehrerin.

Das große Turnier für die fortgeschrittenen Reiter wird am 30. und 31. Mai auf Hof Kruse organisiert. Am 7. Juni gibt es den Gottesdienst in der Reithalle vom Hof Kruse. Der Jahresausflug am 5. Juli führt zum Gestüt Ganschow, der Wettstreit der Ringreiter findet am 6. September, wieder auf Hof Kruse, statt. Das Reiterfrühstück ist für den 8. November geplant, ein Vortrag über Quarterhorses ist angedacht.

Die Anstrengungen, das Reitwegenetz auszubauen, haben auch weiterhin keinen Erfolg gebracht. Verbindungen zu Reitwegen in Richtung Noer, Birkenmoor oder Gettorf kamen nicht zustande. „Wir kämpfen weiter“, erklärte Jutta Winder für die Interessengemeinschaft. Die Vignette, mit denen man die Erlaubnis erhält, sämtliche Reitwege im Dänischen Wohld zu nutzen, kosten weiterhin 25 Euro pro Jahr, Trensennummern gibt es für 20 Euro.

Das Thema Pferdesteuer sprach Bürgermeister Jochen Iwers in seinen Grußworten an, aber er nahm den Vereinsmitgliedern gleich die Angst. Osdorf wolle damit nicht erste Gemeinde in Schleswig-Holstein sein, das habe eine Diskussion auf einer Klausurtagung einvernehmlich ergeben. „Das ist ganz weit weg“, sagte er. Der Pferdekot auf Fußwegen, der für einige Bürger immer wieder zum Ärgernis wird, müsse allerdings beseitigt werden. Da stimmten alle Anwesenden zu, diskutierten die Möglichkeiten und suchten nach Lösungen. Das Problem liegt oft darin, dass Reiter, die allein unterwegs sind, nach der Beseitigung nicht wieder auf das Pferd kommen können. Die Reiter dürfen die Fuß- und Radwege der Gemeinde benutzen, dafür sind sie dankbar. „Und deshalb: Die Äppel müssen weg! Sorgt dafür!“, rief der Vorsitzende auf.

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