Gefahr für heimische Flora : Kampf gegen den Japanischen Knöterich

Mit Macheten rücken Daniel und Arwin (r.) dem Japanischen Staudenknöterich im Biotop am Fasanenweg zu Leibe.
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Mit Macheten rücken Daniel und Arwin (r.) dem Japanischen Staudenknöterich im Biotop am Fasanenweg zu Leibe.

Arbeitskreis Umweltschutz Gettorf möchte mit Aktion im Biotop Bürger sensibilisieren

shz.de von
23. Juni 2014, 06:00 Uhr

Mit Motorsensen und Macheten rückt nach einem Aufruf des Arbeitskreises Umweltschutz Gettorf (AUG) ein Grüppchen Unerschrockener dem Japanischen Knöterich (Fallopia japonica) im Biotop am Fasanenweg zu Leibe. Fachkundig unterstützt werden sie von Landschaftsarchitekt Rüdiger Ziegler, der das Biotop seit Jahren betreut und dort jede Brennnessel mit Namen kennt, wie er beteuert.

Der Japanische Staudenknöterich, Mitte des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze und Viehfutter in Europa eingeführt, ist eine sehr schnellwüchsige, ausdauernde, krautige Pflanze, die schnell die Gärten verlassen hat. Durch die starke Verbreitung ist sie in Europa mittlerweile zu einem der schlimmsten unerwünschten Kräuter geworden und wird mit hohem Aufwand bekämpft. Vor allem in Naturschutzgebieten, insbesondere Auen und Bachläufen, sei der Japanische Staudenknöterich problematisch, weil er sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und Robustheit erfolgreich gegen die heimische Flora durchsetzt und in starkem Maße andere Arten verdrängt und so die Biodiversität gefährdet, erklärt Wolfgang Miethke, Vorsitzender des Ar-beitskreises Umweltschutz Gettorf. In der Schweiz und in Großbritannien sind der Verkauf, die Vermehrung und die Anpflanzung von Japanischem Staudenknöterich sogar verboten. Aufgrund seiner Physiognomie und Rhizombildung ist die Bekämpfung der Pflanze schwierig. Am besten wäre es, ihn bei der Wurzel zu packen, sagt Wolfgang Miethke. Aber die sind sehr brüchig und daher nur schwer auszureißen. „Wir versuchen, den Knöterich zurückzudrängen. Wenn man ihn regelmäßig abschlägt oder abmäht, nimmt das den unterirdischen Sprossteilen die Kraft, und die Pflanze verhungert.“

Der AUG bekämpft den Japanischen Knöterich in den Biotopen am Fasanenweg und an der Eckernförder Chaussee schon seit Jahren. Wolfgang Miethke: „Aber wir wollen auch die Bevölkerung sensibilisieren, in den eigenen Gärten etwas gegen diese Pflanze zu tun.“

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