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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 07:30 Uhr

Leinen Los : Kalter Auszug aus dem Winterlager

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hafen Strande startet in die neue Saison / Kranen der Boote hat begonnen / Arbeiten an Steg 7 sollen bis Ende April abgeschlossen sein

von
erstellt am 09.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Strande | An Steg 7 surren die Bohrmaschinen – Karsten Henschen und sein Team sind dabei, die neuen Kunststoffbohlen auf die ebenso neue Unterkonstruktion aus Bongossiholz zu schrauben. Gut 80 Meter haben die Männer von der Firma Schwalbe noch vor sich, Ende April wollen sie fertig sein. Bis dahin wird auch Hafenmeister Tobias Klüter den Großteil der Sportboote wieder ins Wasser gebracht haben.

Noch ist die Zahl der Schiffe, die Klüter mittwochs und samstags mit dem großen 10-Tonnen-Kran von ihren Trailern hievt, sehr übersichtlich. „Es ist noch sehr kalt, da ist mancher mit seinem Schiff noch nicht so weit“, erklärt der Hafenmeister – das Winterlager des Yacht Clubs Strande rankt sich unter freiem Himmel rund um das Clubhaus. Ab Mitte nächster Woche aber dürfte sich das ändern, schätzt Klüter. Dann wird er an zwei Tagen in der Woche von morgens bis abends am Kran stehen. Am Samstag legen die Segler des Kieler Yachtclubs mit zwei Autokränen los – in der Zeit ist der Hafenbereich für Spaziergänger gesperrt.

Die „Amphitrite“ von Martin Zimmermann hat bereits wieder Wasser unterm Kiel. Die Seahawk  30 ist 40 Jahre alt und gehört zu den selten gewordenen Stahlbauten unter den Segelschiffen. Vor zwei Jahren entdeckte der Dänischenhagener sie auf Föhr und holte sie an die Kieler Förde, wo sie bis 1992 zuhause war. Auch wenn der Stahlbau aufwendiger in der Pflege ist – Zimmermann weiß die Vorzüge zu schätzen. „Wir wollten ein schweres Boot, das nicht jede Welle mitnimmt“, sagt der Segler. Außerdem sollte es geräumig sein, denn wenn die „Amphitrite“ Kurs auf die Dänische Südsee nimmt, sind die Kinder Smilla (9) und Selma (6) und Ehefrau Steffi mit an Bord. Und durch den Knickspant bietet das in den Niederlanden gebaute Boot sehr viel Platz.

Die unverwechselbaren Geräusche des Bootskrans hallen durch den Hafen und locken nicht nur interessierte Spaziergänger, sondern auch viele Wassersportler an, die auf einen Klönschnack beim Hafenmeister Halt machen. „Das hat gefehlt“, sagt Klüter, „es ist schön, wenn man die Leute nach fünf Monaten wiedersieht.“ Die Vergabe der 350 Liegeplätze für die Saison ist geregelt, alle Plätze sind mit Dauerliegern belegt. Gäste finden nur dann einen Platz, wenn die einheimischen Segler ausgelaufen sind. Ausweichplätze wären zwar manches Mal wünschenswert, sagt Klüter. „Aber irgendwie hat es bisher auch so immer hingehauen.“

> www.hafen-strande.de

 

 

 

 

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