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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 01:28 Uhr

Kaiserhof: Keine Restaurierung vor März

vom

Veränderungssperre lässt Eigentümer auf B-Plan warten

eckernförde | Der Kaiserhof liegt weiterhin im Dornröschenschlaf. Nichts tut sich am Vogelsang, von Bauarbeiten an dem 1882 unter dem Namen "Bellevue" erstellten Gebäude keine Spur. Und das hat seinen Grund, schließlich hat die Stadt das gesamte Gebiet mit einer Veränderungssperre belegt. Solange noch an einem Bebauungsplan für das Revier gearbeitet wird, darf niemand ein Gebäude abreißen neu- oder umbauen. Damit soll verhindert werden, dass Häuser entstehen, die in Umfang und Gestaltung nicht gewünscht sind. So muss sich der Eigentümer, die Fördeblick Kaiserhof GmbH in Henstedt-Ulzburg, noch mindestens bis März gedulden, bevor er loslegen kann. Frühestens dann wird es laut städtischem Bauamt einen gültigen B-Plan geben.

Und dass er loslegen will, daran lässt Geschäftsführer Michael Mattner keinen Zweifel: "Unser Ziel ist es, den alten Kaiserhof unter den Auflagen des Denkmalschutzes zu restaurieren." Die nachträglich angebauten Teile vor und hinter dem Gebäude sollen abgerissen werden und der historische Kaiserhof "in altem Glanz erstrahlen", so Mattner. "Wir haben ein ganz, ganz großes Interesse daran, das Bauvorhaben zu realisieren. Denn das Warten kostet viel Zeit und Nerven."

Schon im vergangenen Jahr hatte er einen Bauantrag gestellt. Demnach sollte die Fassade restauriert und weitgehend erhalten bleiben. Im Inneren sollen Wohnungen mit Hafenblick entstehen. Doch dann kam die Veränderungssperre und Mattner wurde gebeten, seinen Bauantrag zurückzuziehen, bis der B-Plan steht.

Seither setzt das Haus seinen mittlerweile zehn Jahre andauernden Dornröschenschlaf fort. Denn schon bevor das Gebäude im Dezember 2011 den Besitzer wechselte, stand es acht Jahre lang leer. Doch erst in letzter Zeit richtete sich das öffentliche Interesse wieder auf das Gebäude: Vorübergehend musste der Fußweg zwischen Vogelsang und Bergstraße gesperrt werden, weil die Fassade bröckelte. Fenster standen offen, zuletzt lud eine offene Kellertür Unbefugte zum Eintreten ein.

Gerade diese Tatsache rief Bauausschussvorsitzenden Micha Bund (Bürger-Forum) auf den Plan. Er erstattete in der vergangenen Woche bei der Polizei Anzeige, weil das Gebäude öffentlich zugänglich war. "Leicht hätte jemand Feuer legen können", so Bund. Umgehend informierte die Ordnungsbehörde den Eigentümer, der sofort die Tür verschließen ließ. "Wir können nicht jeden zweiten Tag nach dem Haus sehen", sagt Mattner, der sich "tief betroffen" zeigt, "dass permanent in das Gebäude eingebrochen wird" und über Alternativen nachdenkt.

Auch der Lindenhof hängt an der Veränderungssperre. Erst wenn der B-Plan steht, kann er abgerissen und die Fläche neu bebaut werden.

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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