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Käpt’n Piet wird sesshaft – Zeitenwende bei den Piraten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fackelumzug und Abschlusskundgebung auf der Hafenbühne: Piets Abschied und Blacks Einstieg

von
erstellt am 04.Aug.2014 | 10:34 Uhr

Nun ist es Gewissheit: Käpt’n Piet (Peter Thietje) wird sesshaft und gibt das Piratenleben auf. Der am Sonnabend 49 Jahre alt gewordene Piratenanführer gab nach 2000-minütiger Bedenkzeit am Sonntag gegen 22 Uhr auf der Hafenbühne Arm in Arm mit den beiden Stadt-Sirenen Karin Himstedt und Katharina Heldt vor vielen hundert Besuchern seine Entscheidung bekannt: „Ich möchte hierbleiben und Wurzeln schlagen!“ Auf die Frage „Wollt ihr mich?!“ folgte das zweistimmige „Ja!“ der Sirenen. Damit war die Entscheidung gefallen: Käpt’n Piet ist Geschichte, und Käpt’n Black alias Sascha Lück mit seinen engen Vertrauten und den Kornersfjord-Piraten sind die Zukunft des Eckernförder Piratenspektakels. Zum Abschied gab’s viele lobende Worte, ein großes Modell-Segelschiff von der Stadt und ein Abschiedsgeschenk der Piraten für Piet. „Wir freuen uns, dass aus Käpt’n Piet ein rechtschaffender Bürger wird und er die Handelsflotte verstärken wird“, sagte Karin Himstedt in ihrer Rolle als Sirene. Als Eckernförder Bürgervorsteherin sehe sie seinen Abschied aber mit einem weinenden Auge: Peter Thietje sei „das Gesicht und Herz des Piratenspektakels, und er hat ein ganz großes Herz für Kinder“. Der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), Stefan Borgmann, der das ganze Wochenende im Piraten-Outfit mitgefeiert und -organisiert hat, sagte, Peter Thietje habe durch sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement viel für Eckernförde getan, die Stadt sei ihm zu Dank verpflichtet.

Käpt’n Piet brachte dann seinen Nachfolger in Stellung: Käpt’n Black, verkörpert von Sascha Lück. Er habe bereits Kommodore Snorrington und andere Rollen überzeugend gespielt. Piet überreichte Black die „Insignien“ des Piratenführers: Flagge, Kapitänsbecher und die Kiste mit dem Kompass. „Es gibt Menschen, die das Piratenspektakel weiterführen werden“, sagte er. Die Truppe um Lück umfasst mittlerweile 82 Mitstreiter, die alle voll im Thema stecken und kompetent und ehrgeizig genug sind, die piratische Tradition in Eckernförde fortzusetzen. Dazu zählt auch das am Sonntag mit dem Eckernförder Piratenorden ausgezeichnete Paar „Calypso und Rum-Piet“ (Sylvia Grabowski-Fillmer und ihr Mann Peter Grabowski). Zum Abschluss des Piratenauftritts kamen Barde Kaspar und seine Band auf die Bühne und intonierten das hitverdächtige Eckernförder Piratenlied, bei dem alle Besucher kräftig mit einstimmten – „Jo-ho!“.

Das denkwürdige Piratenspektakel 2014 endete nach 23 Uhr mit einem 15-minütigen Feuerwerk über der Eckernförder Bucht, das immer noch tausende Menschen verfolgten.

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