Theater op platt in Lindau : Junggesellen versinken im Chaos: Een Froo mutt her

Das Team der Plattdeutschen Bühne Gettorf-Lindau: Erika Langfeldt (Toseggersch), Hans-Otto Stender, Silvia Koch (Maske), Knud Matthießen, Silke Reimers, Ulli Schersching und Heinke Christiansen (v.l.). Nicht im Bild ist Silke Ehrich.
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Das Team der Plattdeutschen Bühne Gettorf-Lindau: Erika Langfeldt (Toseggersch), Hans-Otto Stender, Silvia Koch (Maske), Knud Matthießen, Silke Reimers, Ulli Schersching und Heinke Christiansen (v.l.). Nicht im Bild ist Silke Ehrich.

Die Plattdeutsche Bühne Gettorf-Lindau bereitet ihr neues Stück vor. Die Premiere findet am 20. Februar statt.

shz.de von
26. Januar 2015, 06:17 Uhr

Lindau | Was im Fernsehen als ‚Bauer sucht Frau‘ daherkommt, heißt bei der Plattdeutschen Bühne Gettorf-Lindau, die seit nunmehr über 80 Jahren ihr Publikum unterhält, „Een Froo mutt her“ – eine Komödie von Eva Hatzelmann mit dem ursprünglichen Titel „Jedem die Seine“, die von Helma Klüver ins Plattdeutsche übersetzt wurde. Ein typischer Schwank, mit vielen Verwechslungen und Tohuwabohu.

Worum geht’s? Auf dem Martens-Hof, einem reinen Junggesellen-Haushalt, geht alles drunter und drüber. Hausarbeit ist nicht gerade die Stärke der Brüder Bernhard (Hans-Otto Stender) und Jochen Martens (Ulli Schersching) sowie Jochens Sohn Berni (Knud Matthießen). Logische Schlussfolgerung: Een Froo mutt her! Dumm nur, dass dies allen Dreien gleichzeitig einfällt und keiner von den Aktionen der anderen weiß. Hätte man sich abgesprochen, wäre es sicher auch nicht passiert, dass nun drei doch recht unterschiedliche Frauen gleichzeitig eintrudeln – Anni Beck (Heinke Christiansen), Kristine Naumann (Silke Reimers) und Martina Branding (Silke Ehrich). Wer gehört nun zu wem? Damit ist der Grundstein für ein heilloses Durcheinander gelegt. Ein Kuddelmuddel, das die Darsteller pointenreich und mit viel Witz und Situationskomik dem Zuschauer präsentieren.

Seit Oktober bereits wird einmal die Woche für das Stück geprobt, wie Knud Matthießen, der auch Regie führt, sagte. Bei den Proben dabei sind auch Erika Langfeldt, die Souffleuse – oder besser, um beim Plattdeutschen zu bleiben: die ‚Toseggersch‘ – und Silvia Koch, die für die Maske zuständig ist. „Bei den Proben ergeben sich auch immer wieder kleine Änderungen im Ablauf oder auch mal beim Bühnenbild, die dann in der Gruppe besprochen und dann geändert werden“, wie Matthießen erläuterte, der seit elf Jahren dabei ist. Das Bühnenbild sei auch immer wieder eine Herausforderung, da an drei Orten gespielt wird und sich die Bühnen unter anderem in den Ausmaßen voneinander unterscheiden. Dass Erika Langfeldt als Toseggersch während der Proben das eine oder andere Mal eingreifen muss, wird sich sicherlich ändern, denn bis zur Premiere am 20. Februar stehen noch einige Proben auf der Agenda der Plattdeutschen Bühne Gettof-Lindau. „Hauptsache ist“, so Spielleiter Matthießen, „dass wir das Stück fürs Publikum verständlich rüberbringen und die Zuschauer ihren Spaß haben“.

 

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Een Froo mutt her“: Premiere Fr., 20.2., 20 Uhr im Santorini in Revensdorf.
Weitere Termine:

Santorini, Revensdorf: Sa., 21.2., Sa., 28.02. jeweils 20 Uhr, So., 1.3., 18 Uhr. Karten ab sofort im Santorini, Tel.: 04346/ 3229.
Hotel Stadt Hamburg, Gettorf: Fr., 6.3., Sa., 07.3., So., 13.3. jeweils 20 Uhr. Karten ab sofort im Hotel Stadt Hamburg, Tel.: 04346 / 41660.
Lindenkrug, Großkönigsförde: Fr., 20.3., Sa., 21.3., Fr., 27.3., Sa., 28.3. jeweils 20 Uhr, So., 29.3., 15 Uhr.
Karten ab sofort im Lindenkrug, Tel.: 04346 / 412516. Eintritt jeweils 7 Euro.

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