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„Elise“ : Junges Projekt mit prominenten Köpfen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jungregisseur Moritz Boll dreht Szenen für neuen Film in Kiel / Michael Mendl, Jan Hofer und Marko Gebbert spielen ohne Gage

Es ist nicht die aktuelle Ausstellung mit Arbeiten von Thomas Karp und Hendrik Lörper, die Charakterdarsteller Michael Mendl und Tagesschausprecher Jan Hofer in die Stadtgalerie führt. Jungregisseur Moritz Boll aus Flintbek hat die bekannten Köpfe für sein aktuelles Filmprojekt „Elise“ gewinnen können, für das in diesen Tagen Szenen in und um Kiel gedreht werden.

Das Roadmovie erzählt die Geschichte von Elise, gespielt von Maren Kraus, und Maria, dargestellt von Carolin Dietrich, die nach dem Abitur auf der Suche nach Antworten sind, wie es jetzt in ihrem Leben weiter geht, und die sich dafür auf die Reise machen. Dabei lernen sie Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenseinstellungen kennen und treffen schließlich auf einen Freund der Familie, einen Künstler und Freigeist – gespielt von Michael Mendl, zu dem Elise eine spannende Beziehung entwickelt.

Weil er seiner Vorstellung dieses Mannes entsprach, fragte Boll kurzerhand bei Mendls Agentur an, ob er die Rolle – ohne Gage – übernehmen würde, und erhielt eine Zusage. „Die Zukunft dieses Mediums liegt in der Jugend“, erklärt Mendl kurz und knapp, warum er dem 20-Jährigen dieses Geschenk macht. Auch Tagesschau-Sprecher Jan Hofer ist für eine kleine Gastrolle als Reporter in die Stadtgalerie gekommen und hat offensichtlich Freude an seinem Part. „Ich finde es spannend“, sagt Hofer und betont: „Es ist wichtig, junge Leute, die eine gute Idee haben, zu unterstützen.“

Marko Gebbert, Darsteller am Kieler Schauspielhaus, steht bereits zum zweiten Mal für Regisseur Moritz Boll vor der Kamera. 2011 wirkte er in seinem preisgekrönten Streifen „Kleinstadtfeuer“ mit. „Moritz hat einen Zettel beim Pförtner hinterlassen. Wir haben uns getroffen, und es hat mich fasziniert, wie professionell er und sein Team dabei sind“, erzählt Gebbert. Damals seien sie alle noch zur Schule gegangen. „Ich war tief beeindruckt – ich habe in meiner Schulzeit nicht so tolle Sachen gemacht“, gesteht Gebbert und lacht. Mit Mendl liegt er sofort auf einer Linie – dass sie laut Drehbuch befreundet sind, nimmt man ihnen sofort ab.

Der Jungregisseur und sein Team sind dankbar, dass sie für den ersten „richtigen Spielfilm“ der moritzbollfilms-Filmproduktion solch professionelle Unterstützung erfahren, aber auch für die vielfältige Hilfe, die sie von verschiedensten Seiten bekommen. So sagte Bolls ehemalige Kunst- und Deutschlehrerin Unna Rothhardt sofort zu, eine der Statistenrollen zu übernehmen, ein Antiquitätenhändler aus Flintbek stellte Möbel als Kulissen zur Verfügung, ein Taxiunternehmen einen Wagen für eine Szene und eine Familie den alten Dachboden ihres Hauses, den Boll nach seinen Vorstellungen dekorieren konnte. „Eine Menge Dinge wären nicht machbar, wenn die Leute nicht so nett wären“, ist sich Boll bewusst.

Nach der letzten Klappe, die heute in Bargstedt bei Nortorf fällt, stehen nur noch vereinzelte Drehtage an. Dann kommt der Schnitt. „Am liebsten würde ich gleich damit loslegen“, verrät Boll. „Aber es braucht Abstand. Man versteht seinen Film erst im Schnitt. Es macht Sinn, da mit Ruhe ranzugehen.“ In der ersten Jahreshälfte 2015 soll „Elise“ dann in die Kinos kommen – Premiere wird im Cinemaxx gefeiert.

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erstellt am 07.Nov.2014 | 12:00 Uhr

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