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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 10:54 Uhr

Junge Segler als Matrosen im Rettungsboot

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

SCE-Jugendsegler zu Gast bei der DGzRS / Faszination durch Technik und Ausstattung

Wenn die jugendlichen Segler beim SCE aufs Wasser gehen, haben sie regelmäßig das SAR Rettungsboot „Eckernförde“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf seinem Liegeplatz vor Augen. So war aus jugendlicher Sicht die Frage naheliegend, wie ein Einsatz abläuft, wie die Rettung von der Leitstelle koordiniert wird, welche Ausrüstung die „Rettungsmänner“ zur Verfügung haben, bei denen es nicht nur um gestrandete Fahrzeuge, sondern auch machmal um Leben und Tod geht. „Fahrt doch einfach mal mit und schaut es euch an“, lautete die Einladung von DGzRS-Mann Wolfgang Apitz auf die Anfrage, der an zwei Tagen in dieser Woche zehn Jugendliche folgten.

Vielfältig ist die Technik an Bord des bis zu 18 Knoten schnellen Bootes, das mit seiner 320 PS vorgewärmter Maschine jederzeit sofort auf volle Geschwindigkeit kann. Ausgestattet mit medizinischer Notfallversorgung und Überlebensanzügen für direkten Wassereinsatz ist es vor allem die Technik, die bei den jungen Seglern Eindruck hinterlässt.

Interessiert folgten die Jungen und Mädchen den Erläuterungen zum Fahrstand, den Displays mit der elektronischen Seekarte und eingeblendetem Radarbild, den Funkgeräten in doppelter Ausführung für den Seefunk sowie Peilempfänger für den in den DGzRS-Schwimmwesten befindlichen automatisch Seenotsendern und vieles mehr. „Sobald wir den Hafen verlassen, plottet uns die Leitstelle auf einem Lagebild in Bremen mit“, erläutert Apitz die Zusammenhänge, „daher ist es wichtig, sich vor dem Ablegen dort zu melden.“

Wind um Südwest in Stärke fünf verspricht viel Bewegung auf dem Wasser, und nachdem alle Schwimmweste an haben, geht es los. Ungewohnt ist die Bedienung des hydraulische Ruders, damit es einfacher geht, gibt es ein Knauf auf dem Rad, dass durch seine horizontale Anordnung eher an den Fahrtregler einer Straßenbahn erinnert. Bis fast zur Schießbahntonne 5A geht der Kurs, bedingt durch die schiebende Ostseewelle, ist es alles ander als leicht, einen geraden Kurs zu steuern.

Jeder kommt mal dran, darf Kurs und Geschwindigkeit wählen. Gischt fliegt über den Bug, quer zur See gilt es, sich gut festzuhalten. Wie eine Rettungssuche funktioniert, wurde praktisch mit Stopuhr und 120 Grad versetzten Kursen übungshalber durchgespielt, bevor es mit einer kurzen Hafenrundfahrt nach insgesamt 14 Seemeilen wieder nach Hause ging. Sichtlich beeindruckt gab es dann noch die ein oder andere Frage. Um bei der DGzRS mitzumachen, war Thorben Schlegel, der nachfragte, mit seinen zwölf Jahren allerdings noch viel zu jung.

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