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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 15:27 Uhr

Junge Meister bescheren bezaubernde Musik

vom

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Gettorf | Am Sonnabend vor Pfingsten eröffnete Pastor Frank Boysen die neue musikalische Reihe der Konzert-Kirche Gettorf mit einem ersten Leckerbissen. Er begrüßte das "Trio Concertini", ein junges professionelles Kammermusikensemble. "Trio Concertini", das sind die aus China stammende Flötistin Wan Cheng, die in Kiew geborene Oboistin Anna Shuliakovska und der ebenfalls aus Kiew stammende Fagottist Anton Antonovych. Nach erstem Studium in ihrer Heimat sind sie zurzeit Studenten an der Hochschule für Künste in Bremen. Seit 2009 spielen sie als Trio zusammen und sind derzeit mit großem Tourneeprogramm unterwegs.

Wie gut, dass sie ihr Weg auch nach Gettorf führte: Ihnen zuzuhören, ihnen beim Musizieren zuzusehen - das war beides ein Hochgenuss. Die drei jungen Musiker hatten "Perlen des alten Europa" mitgebracht und spielten Musik "zwischen Barock und Wiener Klassik". Im ersten Teil des Abends gab es Triosonaten von Carl Philipp Emanuel Bach und Georg Friedrich Händel zu hören. Hier waren - wie auch in später folgenden Stücken - die ursprünglichen Instrumentierungen locker neu besetzt: Nicht Violine, Basso continuo oder Cello interpretierten die Kompositionen der "alten Meister" - so wie einst vorgesehen. Mit überraschend neuem Klang sorgten Flöte, Oboe und Fagott für eine frische, lebendige und so noch nicht gehörte Version.

Hier waren "junge Meister" am Werk, die kostbare Musik vergangener Jahrhunderte mit so viel eigener Freude und Begeisterung zum Klingen brachten, dass die Zuhörer nach den einzelnen Konzertparts begeistert applaudierten, häufig sogar "Bravo!" riefen. Ein bezauberndes Trio voll jugendlicher Frische und musikalischer Beweglichkeit, das leichtflügelig über alle schwierigen Parts hinweg musizierte, charmant, gleichzeitig ernsthaft und konzentriert - und selber dabei ganz beglückt.

Bei Mozarts Divertimento (KV 439b) zeigten alle drei jungen Instrumentalisten einmal mehr, wie sie mit traumwandlerischer Sicherheit selbst die anspruchsvollsten Passagen zelebrierten, ein Lächeln zum Nachbarn inklusive - ein kleiner amüsanter Schlusston des Fagotts zur Freude aller Zuhörer.

Das "Londoner Trio" von Joseph Haydn beschloss das helle Frühjahrskonzert mit einem Akkord aus Harmonie, Wohlklang, wohl auch optischer Freude, hätte nicht Wan Cheng angekündigt: "Als Zugabe spielen wir ein kleiner Rondo von Haydn". Bezaubernd.

www.Trio-Concertini.Jimdo.com

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