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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 10:00 Uhr

Altenholz : Junge Kräfte für die Finanzämter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fachhochschule am Rehmkamp verabschiedet 35 Diplom-Finanzwirte / Abschluss eröffnet beste Berufsaussichten in Verwaltung und Wirtschaft

von
erstellt am 30.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Altenholz | Sie haben es geschafft: 35 junge Frauen und Männer haben die Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst in der Steuerverwaltung bestanden und sehen ihrem Einsatz in verschiedenen Finanzämtern des Landes, dem Bundeszentralamt für Steuern sowie der privaten Wirtschaft entgegen. Gestern wurden die Diplom-Finanzwirte in einer Feierstunde von der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) verabschiedet. Zu den ersten Gratulanten gehörte Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Anspannung unter den Prüflingen sei bis zuletzt groß gewesen, berichtete Wolfgang Liethmann, Dekan des Fachbereichs Steuerverwaltung. Doch alle hätten die ihnen gestellten Aufgaben bravourös gemeistert. „Dafür gebührt ihnen Respekt“, sagte Liethmann. Steuern seien nicht die einfachste Materie, „und es wird auch nie einfacher werden“, machte er den scheidenden Studierenden keine Illusion. Doch der Abschluss des Diplom-Finanzwirts genieße einen glänzenden Ruf. „Damit haben sie die besten Referenzen, können in ganz Deutschland bei den Finanzämtern anfangen oder in der Wirtschaft einsteigen“, skizzierte Liethmann und hoffte, dass die neuen Diplomanden dem Land und Bund treu bleiben.

Die Aussichten sind gut, wie der Festrede von Ministerin Heinold zu entnehmen war. „Unsere Steuerverwaltung braucht hoch qualifizierte Nachwuchskräfte – bis 2024 werden circa 1500 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden“, sagte sie. „Wir freuen uns auf junge Mitarbeiter und neue Impulse.“ Ein weiteres Plus: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde im öffentlichen Dienst bereits gelebt. Heinold: „Wir bieten in der Steuerverwaltung Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten und Elternzeit sind kein Problem.“ Es sei sogar geplant, in einigen Finanzämtern Eltern-Kind-Zimmer einzurichten.

Zwar wüssten die Absolventen, was sie erwartet. Trotzdem würden neue Herausforderungen auf sie zukommen. „Das Steuerrecht ist nichts Statisches, sondern verändert sich fortlaufend“, machte die Ministerin am Beispiel der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern deutlich. Die Grenze für Straffreiheit wurde von 50 000 auf 25 000 Euro herabgesetzt – die Prozentsätze für die Strafbeträge sollen steigen. Lebenslanges Lernen ist also angezeigt. „Hochqualifizierte Verwaltungskräfte wie Sie benötigen Entwicklungschancen in ihrem Berufsfeld, damit es spannend bleibt und damit Sie fachlich vorankommen und neue Motivation sammeln können – immer wieder“, so Monika Heinold.

Aus den vielen Puzzleteilen des Steuerrechts, die sie bei Studienbeginn 2011 vor sich sahen, habe sich ein Bild ergeben, sprach Carsten zum Felde vom Finanzamt Bad Oldelsloe für seinen Jahrgang. „Die Aussicht, sich stetig weiter entwickeln zu können, ist Motivation für uns“, fügte Kommilitone Christian-Philipp Ellendt, künftig Bundesbetriebsprüfer, hinzu. Gemeinsam gaben sie einen humorvollen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre und schlossen stolz in Anspielung auf das Lied, mit dem auch die Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien gefeiert wurde: „Ein Hoch auf uns.“



Bestanden haben: Benjamin Ahrndt, Valeria Angold, Stefanie Banck, Christin Bäumer, Marco Bittner, Anne Blank, Antonia Bolz, Nicole Braun, Christian-Philipp Ellent, Konstantin Förster, Elena Gädigk, Gerald Hoffmann, Triencke Holling, Joshua Jaekel, Vanessa Klann (Jahrgangsbeste), Christoph Kloß, Patrick Kurtz, Markus Lohrmann, Anna Lukat, Riana Malcha, Jonathan Martens, Susanne Meier, Julia Nissen, Ina Oestreich, Maren Off, Jan Regenbogen, Martje-Lena Römer, Sophia Röthig, Jan-Erik Schydel, Liza Kristin Stapel, Christina Tank, Jens Theuerkauf, Lydia Thomasen, Sandra Wenzlawski und Carsten zum Felde.


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