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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 20:58 Uhr

Premiere : Junge Darsteller spielen auf Platt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Theateraufführung „Engel, Engel“ des Jugend-Projekts der Plattdeutschen Theatergruppe Eckernförde

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2016 | 16:38 Uhr

Eckernförde | Eine Theaterpremiere der besonderen Art erwartet die Freunde der plattdeutschen Sprache am 30. Januar. An dem Sonnabend hebt sich zum ersten Mal der Vorhang für die Teilnehmer des ersten Jugend-Workshops Plattdeutsche Sprache. „Engel, Engel“ ist der Titel der 90-minütigen Komödie, die in der Aula der Pestalozzischule aufgeführt wird.

Noch wird im Probenraum der Plattdüütsch Gill (Plattdüütsch Theotergrupp Eckernför) in der Pestalozzischule unter Mitwirkung der Toschnackerin Margrit Thomsen fleißig geübt. Die vier Akteure sprechen von Haus aus kein Plattdeutsch, spielen aber gern Theater. Jasmin Dechow (19) versteht Platt, hat Theatererfahrung und wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren. Die Erzieherin in Ausbildung hat ihren Freund Christoph Schnack (22, ebenfalls aus Eckernförde) für den Workshop, dessen Trägerschaft die Plattdüütsch Gill übernommen hat, begeistern können. Aufgrund einer Meldung in der EZ ist Nina Sophie Willmann (20) mit von der Partie. Die Gammelbyerin absolviert zurzeit ein FSJ in Kiel – Theater ist für sie und ihre Mitspieler ein echter Ausgleich. Der vierte im Bunde ist Jan-Ole Hoffmann, der über persönliche Kontakte zu Workshop-Leiter und Regisseur Stephan Greve dazu gekommen ist.

Auch das Dasein im Himmel ist alles andere als einfach. Es braucht Regeln, schließlich kann ja nicht jeder Neuzugang kurz nach seinem Tod so einfach hereinspazieren. Das gilt auch für den Manager Theo (Jan-Ole Hoffmann), der eine Aufnahmeprüfung zu bestehen hat, am liebsten aber wieder zwecks Wiedergutmachung auf die Erde zurück will. Engel (Jasmin Dechow), der alle begrüßen und begleiten muss, findet zunehmend das Leben des Managers begehrlicher, was Folgen hat. Engel hat einen Plan, der mit einer Aufgabe aus dem Jahr 1888 zu tun hat, die unvollendet blieb.

Nina Sophie Willmann verkörpert Nebencharaktere, wie beispielsweise Theos Mutter, die der Verstorbene vom Himmel aus betrachtet. Die Rollen eines Himmelspolizisten oder eines irdischen Verehrers spielt Christoph Schnack. Zwei Aufführungen der Komödie sind geplant. „Sind dieAufführungen vorüber, ist das Projekt, das es in der Form vorher noch nicht gegeben hat, beendet“, erklärt Stephan Greve. Dann müssten sich die Mitglieder der Plattdüütsch Gill über die Zukunft Gedanken machen. Er selbst könne sich das Projekt als eine Art Nachwuchsschmiede für plattdeutsch sprechende Jungschauspieler gut vorstellen, so der Regisseur.

>„Engel, Engel“: Aufführungen am Sonnabend, 30. Januar, 20 Uhr, am Sonntag, 31. Januar, 17 Uhr, in der Aula der Pestalozzischule, Eintritt 5 Euro an der Abendkasse.

Reservierung: Mail: info@stephan-greve.de, Tel. 04303/ 1214.

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