Kreis-CDU stellt Kandidaten auf : Juliane Rumpf auf Platz 1

Die Kandidaten Manfred Christiansen, Beate Nielsen, Thosten Schulz, Juliane Rumpf und Tim Albrecht (von links) führen die Liste an.
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Die Kandidaten Manfred Christiansen, Beate Nielsen, Thosten Schulz, Juliane Rumpf und Tim Albrecht (von links) führen die Liste an.

CDU-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde nominierte Kandidaten für die Kommunalwahl / Ablösung für Kreistagspräsident

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17. Februar 2018, 06:19 Uhr

Eckernförde | Juliane Rumpf ist Anwärterin auf das Amt der Kreispräsidentin von Rendsburg-Eckernförde. Auf dem Kreisparteitag in Nortorf wählten die CDU-Mitglieder die ehemalige Landwirtschaftsministerin aus Sehestedt für die Kommunalwahl am 6. Mai auf den Listenplatz 1. Sie soll die Nachfolge von Lutz Clefsen antreten.

Der Altenholzer ist seit 2003 – also seit 15 Jahren – im Amt und stellt sich nicht wieder zur Wahl. Clefsen sei einer der Leuchttürme der CDU, sagte der Kreisvorsitzende Johann Wadephul in seiner Begrüßung, er sei sehr geschätzt und eine fachkundige Stimme. Der Bundestagsabgeordnete bedankte sich bei dem Kreispräsidenten für die geleistete Arbeit. Wadephul war es, der Juliane Rumpf gefragt hat, ob sie für eine Kandidatur zur Verfügung stehe.

„Es würde mir sehr gefallen, meine Verbindungen aus der Landespolitik für die Region einzusetzen“, erklärte die 61-Jährige gegenüber unserer Zeitung . Die gebürtige Sehestedterin und ehemalige Landwirtschaftsministerin ist dem Kreis stark verbunden, engagiert sich im Sehestedter Gemeinderat und ist im Vorstand der Aktiv-Region Eckernförder Bucht tätig. Sie setzt sich für den Tourismus ein, aber auch für die Lebensbedingungen der Landbevölkerung.

Die Situation der älter werdenden Bevölkerung zu verbessern, hat sich die CDU auf die Fahnen geschrieben. Es solle allen Bürgern eine lebenswerte Infrastruktur in allen Lebensphasen geboten werden, definierte Ministerpräsident Daniel Günther als Ziel. Menschen sollten bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben können.

Der Ministerpräsident berichtete seinem Heimatkreisverband von den Koalitionsverhandlungen und lobte die Führungsstärke von Kanzlerin Angela Merkel. Kritik, dass die Kanzlerin nicht genügend für ihre Position gekämpft habe, sei nicht richtig. „Ich kenne niemanden, der die Verhandlungen mit den Sozialdemokraten und der CSU in dieser Härte hätte führen können“, sagte Günther, die Kanzlerin werde nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gebraucht.

Auch die Zuwanderung sei eine Voraussetzung für einen zukunftsfesten Standort. Dies benötige jedoch die enge Abstimmung mit allen gesellschaftlichen Kräften. Die Zugewanderten müssten sich so schnell wie möglich ins Regelsystem integrieren. Eine Voraussetzung dafür sei Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur.

Das Ehrenamt will die Partei beispielsweise durch Senioren stärken und diese vermehrt einbinden. Es sollen sich auch mehr Frauen in die Kommunalpolitik engagieren. Dafür soll es ein Mentoring-Programm geben, so dass erfahrene Politikerinnen Interessierten fachlich zur Seite stehen.

Wird Juliane Rumpf Kreistagspräsidentin, kann sie ein prominentes Vorbild sein. „Ersteinmal muss ich aber gewählt werden“, sagt sie. Wird die CDU die stärkste Fraktion im Kreis, hat sie das Vorschlagsrecht für den Posten des Kreispräsidenten.

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