125 Jahre Feuerwehr Tüttendorf : Jubiläum bei der „ersten Liga des Ehrenamtes“

Eine gelungene Jubiläumsfeier stellten (v.l.) Uwe Friese, Hans Fürst, Gutsbesitzer Moritz Graf zu Reventlow, Kai Schürholz und Stephan Rehberg auf die Beine.
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Eine gelungene Jubiläumsfeier stellten (v.l.) Uwe Friese, Hans Fürst, Gutsbesitzer Moritz Graf zu Reventlow, Kai Schürholz und Stephan Rehberg auf die Beine.

125-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Tüttendorf / Kinderfest, Kommers und Scheunenparty zum Jubiläum

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24. Juli 2017, 06:06 Uhr

Tüttendorf | „Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur für Sicherheit und Brandschutz wichtig, sondern setzen sich auch für gesellschaftliche Aktivitäten in den Gemeinden ein und sind somit ein wichtiges soziales Bindeglied in unseren Dörfern“, betonte Tüttendorfs Bürgermeister Wolfgang Kerber am Sonnabend anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Wehr seiner Gemeinde, auf deren Gründungsversammlung die 23 Anwesenden im Februar 1892 im Gasthof Mißfeldt Johannes Schröder zu ihrem Hauptmann wählten. Heute gehören der Tüttendorfer Wehr 42 aktive Mitglieder und 17 Kameraden der Ehrenabteilung an, wie Ortswehrführer Kai Schürholz sagte. Dass die Tüttendorfer „gesellschaftliche Aktivitäten“ können, bewiesen sie am Sonnabend mit ihrer großen Feier auf Gut Wulfshagen, welches Gutsbesitzer Moritz Graf zu Reventlow der Wehr kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte.

Ein Kinderfest, das ob des einsetzenden Regens allerdings eine ziemlich feuchte Angelegenheit war, Livemusik mit dem „Oldtime Jazz Trio“, passend dazu die Oldtimer des Agrar-Oldtimer-Clubs Dänischer Wohld, eine Tombola, bei der es eine Ballonfahrt und Rundflüge mit dem Helikopter zu gewinnen gab.

Zum Festkommers in der Scheune am späten Nachmittag waren Feuerwehren aus dem gesamten Wohld angereist. Bürgermeister Kerber wies in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit der Wehren hin, auf die 70 Prozent der Bevölkerung angewiesen sind angesichts der Tatsache, dass es bundesweit gerade mal gut 100 Berufsfeuerwehren gibt. Dass es allein in der Landeshauptstadt Kiel neben der Berufsfeuerwehr mit ihren zwei Wachen zusätzlich zehn freiwillige Wehren gibt, verdeutlicht deren Wichtigkeit. Auch dass die heutigen Anforderungen an die Wehren für die Gemeinden oftmals große Herausforderungen darstellen, betonte Kerber, der die Wehren als „Hohe Schule des Ehrenamtes, quasi die erste Liga“ bezeichnete.

Mit den Worten „Wir stehen hinter der Wehr und möchten auch zukünftig stolz auf Euch sein“, sagte der Bürgermeister auch für die Zukunft die Unterstützung der Gemeinde zu. Kreispräsident Lutz Clefsen schloss sich den Worten Kerbers an und betonte, dass die Mitglieder der Wehren an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Allgemeinheit einsatzbereit seien und fragte, wo es das sonst gibt. Auch Amtsvorsteher Kurt Arndt, der die Tüttendorfer Wehr „technisch gut aufgestellt“ nannte, hob die Bereitschaft rund um die Uhr hervor: „Sie können mit Stolz auf 125 Jahre Dienst für die Allgemeinheit zurückblicken“.

Zählte man beim Festkommers gut 160 Anwesende, überwiegend blau Uniformierte, rechnete Kai Schürholz´ Ehefrau Stefanie, ebenfalls Mitglied der Wehr, am Abend mit einigen Gästen mehr – dann stand nämlich in der Scheune die große Jubiläumsparty auf der Agenda, welche sicherlich bis tief in die Nacht andauerte. Sie können neben „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ eben auch „gesellschaftliche Aktivitäten“ – die Kameraden der Tüttendorfer Wehr.  

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