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20 Jahre Jugendfeuerwehr Osdorf : Jubel, Trubel, Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nachwuchsbrandbekämpfer begehen ihr Jubiläum mit einer Orientierungsfahrt – zwölf Teams aus dem Kreis waren am Start. Der Pokal geht nach Gettorf.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 06:50 Uhr

Der Jubel war groß, als Jugendfeuerwehrwart Jan Hoffmann und Ehrenwehrführer Hans Schulz das Siegerteam ausriefen: Gettorf 1 hat bei der Orientierungsfahrt von insgesamt zwölf Jugendfeuerwehrteams aus dem gesamten Kreis am besten abgeschnitten und konnte den größten Pokal mit nach Hause nehmen.

Grund für die Tour, bei der am Sonntag so viele Einsatzfahrzeuge durch den Dänischen Wohld flitzten, war das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr (JF) Osdorf. Jan Hoffmann, seine Nachwuchsfeuerwehrleute und einige Helfer aus den Reihen der aktiven Wehr und der Eltern hatten den Festtag vorbereitet und freuten sich über die gut gelaunten Teams aus Nortorf, Molfsee, Eckernförde, Flintbek, Hohenwestedt, Aukrug, Rieseby, Rendsburg, Altenholz und Wittensee. An fünf Stationen galt es, Aufgaben zu lösen und auf den Fahrtstrecken Fragen zu beantworten, um das Lösungswort herauszufinden. Zwischendurch musste ein hartes Ei in ein weiches und eine harte Maccheroni in eine bissfeste verwandelt werden. In Neudorf halfen die Kameraden der Nachbarwehr und die Kandidaten mussten in zwei Minuten möglichst viele wasserführende Armaturen ans Löschfahrzeug schrauben. „Das war nicht so schwierig“, erklärte Til (15) von der JF Molfsee. Nicht ganz so leicht war es, Punkte an der Station in Stubbendorf zu ergattern. Dort mussten die Lieder erraten werden, die eine Kameradin oder ein Kamerad auf einer Blockflöte vorspielte. „Die Station hat mir am besten gefallen“, sagte Tineke (15) vom Siegerteam aus Gettorf.

In Krusendorf galt es, möglichst viel Wasser durch einen schwierigen Parcours zu transportieren. Bei der Nachbarwehr in Felm wurden Schläuche zu Zöpfen geflochten, und in Borghorsterhütten wurden mit verbundenen Augen und Nasenklammer die Geschmacksnerven an verschiedenen Getränken getestet. „Boah, der Tomatensaft war richtig eklig“, erinnerte sich Hauke (17) von der JF Am Wittensee. Um 8.20 Uhr startete die erste Gruppe, gegen 14 Uhr waren alle wieder am Feuerwehrgerätehaus und ließen sich mit Currywurst, Pommes und Kuchen verwöhnen.

Zu Gast war auch Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber und lobte die Aktion: „Sie haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Das war eine schöne, aber auch anspruchsvolle Fahrt. Hier musste man schon gut mit denken“, erklärte er lachend.

Die Jugendfeuerwehr Osdorf wurde am 28. April 1993 gegründet. Der damalige Wehrführer Hans Schulz hatte dem damaligen Bürgermeister Hans Ohms den Vorschlag gemacht. „Ich hab ja gesehen, dass die Wehr immer älter wurde“, erinnerte er sich. Nach langen Diskussionen fanden sich schließlich 24 Jungen und ein Mädchen, die zu den Gründungsmitgliedern wurden. Da Gettorf und der Dänische Wohld zu der Zeit noch keine gemeinsame Amtsverwaltung hatten, war Osdorf nun die erste Gemeinde mit eigener Jugendfeuerwehr im Amtsbezirk. Gleich im ersten Jahr fuhr die Truppe ins Zeltlager nach Borgwedel. „Dort haben wir die neuen gebrauchten Zelte ausprobiert“, berichtete Sascha Gonell, eines der Gründungsmitglieder. Im September stellten sie sich beim Amtsfeuerwehrtag zum ersten Mal den anderen Wehren vor. Geleitet wurde die JF von Joachim „Jogi“ Heymann, gemeinsam mit Peter und Andree Blaut. Im September 1996 wurde mit „Bruno“ das erste eigene Fahrzeug angeschafft. 1997 kamen die ersten drei knallroten Kanus zum Bestand dazu, der inzwischen auf sechs Kanus und einem passenden Anhänger erweitert wurde. Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Jugendwarte um den Nachwuchs der Osdorfer Aktiven gekümmert. Dabei waren Klaus Lück, Uwe Bieder, Benjamin Runge, Martin Struck, Sabine Behrendt, Ilona Dibbern, und Sascha Gonell.

Derzeit leiten Jan und Pit Hoffmann die JF Osdorf mit ihren 20 Mitgliedern, darunter fünf Mädchen. „Ich bin sehr stolz, dass es die Jugendfeuerwehr nun schon all die Jahre gibt. Auch wenn wir es nicht immer schaffen, im Anschluss alle bei den Aktiven zu halten – viele kommen doch später wieder zurück“, sagte der Ehrenwehrführer (72). Dort wo gute Jugendarbeit gemacht werde, gebe es auch weniger Kriminalität, ist Schulz sicher. Und noch einen Vorteil hat so eine Jugendfeuerwehr für ihn. „Wer mit der Jugend arbeitet, bleibt auch jung“, sagte er und lachte.


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