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29. Kreishallenmeisterschaften : Jubel in Gelb-Blau: Osterby setzt Glanzpunkte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kreisligist ist die positive Überraschung des Turniers: Lasse Retza und Lennard Plaga erzielen Traumtore.

Als die Vorrunde sich dem Ende zuneigte, und der Osterbyer SV mit dem 2:0 gegen den ESV endgültig die Sensation schaffte und in die Zwischenrunde einzog, griffen viele OSV-Spieler erst einmal zum Handy. Aber nicht etwa, um auf den sozialen Netzwerken vom großen Erfolg zu berichten – nein, die Lieben Zuhause mussten informiert werden, dass man doch nicht um 17 Uhr wieder vom Turnier zurück ist. „Ich hatte wirklich fest eingeplant dann wieder zu Hause zu sein“, lacht OSV-Stürmer Lasse Retza. Keine Frage, für die Osterbyer Spieler und den mitgereisten Anhang hat es sich gelohnt, länger als bis zum Vorrundenende zu bleiben.

Der Kreisligist ist die Überraschung des Turniers. Darin waren sich alle einig. Und auch die Osterbyer selbst: „Das ist einfach nur richtig geil“, sagt Retza, während Philip van Lindt noch Minuten nach der Siegerehrung kopfschüttelnd feststellte: „Ich kann es nicht fassen. Jedes Mal, wenn wir nach den Spielen unter dem Jubel der Fans vom Feld gegangenen sind, hatte ich eine Gänsehaut.“

Die Osterbyer waren zudem für die Glanzpunkte im Turnier zuständig. Erst zeigte der starke Lennard Plaga ein technisch anspruchsvolles Tor mit der Hacke, doch das wollte sich OSV-Torjäger Lasse Retza so nicht gefallen lassen. Er topte das Tor seines jungen Mitspielers durch einen Fallrückzieher, den er cool aus fünf Metern zum 1:0 in der Vorrunde gegen den Eckernförder SV abschloss. „Ich kann mich nicht daran erinnern in der Halle schon mal ein Tor per Fallrückzieher erzielt zu haben“, schmunzelt Retza und fügt lachend hinzu: „Ich bin aber extra nicht so hoch gesprungen, damit es beim Aufprall nicht so weh tut.“

Für den Vater des Erfolgs, Trainer Nico Stocks, kam der Triumphzug gar nicht so überraschend: „Uns hatte vorher keiner auf dem Schirm. Ich hatte mir schon etwas erhofft, doch dass es so gut läuft, konnte ja keiner ahnen.“ Und auch in der Halle gilt halt manchmal die Devise, dass die Defensive (Vize-)Meisterschaften gewinnt. Mit nur drei Gegentoren nach fünf Vorrundenspielen, stellte der OSV die beste Abwehr des gesamten Teilnehmerfeldes. „Es ist nun mal erlaubt defensivstark zu spielen. Das haben wir gemacht“, freut sich Stocks, der den Erfolg eben nicht nur an den Torjägern, sondern auch an den Defensivspielern festmacht.

Das Pech mit der Finalniederlage im Neunmeterschießen steckten die Osterbyer schnell weg. Anstelle langer Gesichter machten sich die Gelb-Blauen auf zu ihrem Anhang und ließen sich feiern. „Die machen heute zurecht ein Faß auf“, weiß Stocks, der natürlich selber auch mitfeiern ging. Vorsorglich erkundigten sich einige OSV-Spieler noch in der Halle, ob die Eckernförder Kneipe „Frau Clara“ – hier sollte der tolle Turniertag abgerundet werden – genug Kaltgetränke vorrätig hat. Na dann Prost!

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erstellt am 05.Jan.2014 | 18:44 Uhr

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