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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 18:33 Uhr

Pfadfinder : Jomsburger Pfadfinderlager

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Singwettbewerb, Kochen über dem offenen Feuer und Workshops / 230 Pfadfinder beim Pfingstlager

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 07:40 Uhr

Etwa 230 Pfadfinder bevölkerten am Pfingstwochenende die Jugendburg Jomsburg in Dänisch-Nienhof. Hier sind die Jomsburger zu Hause. Die Gruppe wurde 1974 gegründet und die Burg von den Pfadfindern weitestgehend in Eigenleistung errichtet.

Fast jedes Jahr findet auf der Jomsburg ein großes Pfingstlager statt, zu dem sich die Jomsburger Gäste einladen – andere unabhängige Pfadfindergruppen, meist aus Norddeutschland. In diesem Jahr war auch eine Gruppe aus Bielefeld dabei. Übernachtet wurde in Kohten – den meist schwarzen runden Pfadfinderzelten. Die einzelnen Gruppen hatten ihre eigenen Zelte dabei, eine auch ein Kochzelt, da sie sich selbst versorgen mussten. Alle anderen Gruppen kochten auf selbst gebauten Kochstellen unter freiem Himmel mit selbst gehacktem Holz.

Zum Programm des Lagers gehörten Workshops und Arbeitsgemeinschaften, die von Jugendlichen selbst organisiert wurden. Die Teilnehmer konnten aus einer breiten Palette wählen, vom Kochworkshop bis zu einer Arbeitsgemeinschaft, in der Knöpfe aus Rehgeweihen hergestellt wurden. Bei einem Postenlauf sammelten die Gruppen Punkte an den einzelnen Stationen. Großen Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen an einem Singwettstreit, bei dem auch selbstgeschriebene Lieder auf bekannte Melodien zur Uraufführung gelangten. Die Abende endeten beim gemeinsamen Singen im großen Versammlungszelt. Dafür waren mehrere Kohten zusammengebaut worden. Denn Pfadfinderei ist ohne das gemeinsame Singen von Fahrtenliedern praktisch nicht denkbar. Für das diesjährige Pfingstlager auf der Jomsburg gab es ein extra dafür erstelltes kleines Liederbuch, das in jede Hosentasche passte. Für Bundesführer Patrick Zimmerman (27), dem Hausherrn der Burg, sind solche großen Treffen wichtig, „damit die einzelnen auch einmal über ihren Tellerrand hinausschauen.“ Im Sommer mieten sich andere Pfadfindergruppen in der Jomsburg ein. Die Jomsburger selber gehen dann auf große Fahrt in ein anderes europäisches Land. Im vorigen Jahr waren sie in Norwegen. Dieses Jahr geht es nach Tschechien, in die Nähe von Pilsen. Die Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 26Jahren sind dann zwei bis drei Wochen unterwegs mit Gepäck. Neben dem privaten Gepäck müssen auch die Zelte mitgenommen werden. „Die sind zum Glück zerlegbar.“ sagte Bundesführer Patrick Zimmerman (27). „Da lernt man schnell wirklich nur das Wichtigste mitzunehmen.“

Tagsüber wird gewandert, abends werden die Zelte aufgebaut und das Essen auf dem Feuer gekocht, danach am Lagerfeuer zur Klampfe gesungen. Am Schluss bleibt die Gruppe für vier bis fünf Tage am gleichen Ort. Zur Sommerfahrt dürfen die Wölflinge –so heißen die jüngsten Pfadfinder - ab acht oder neun Jahren mit, je nach körperlichen Voraussetzungen. Zu den Gruppen in Dänisch-Niendorf, Eckernförde und Kiel sind Kinder ab sechs Jahren willkommen.

Der „Jomsburg – Freier Pfadfinderbund“ ist anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im Kieler Jugendring. Der Bund hat etwa 210 Mitglieder, davon sind etwa 70 aktiv. Die Gruppen in Eckernförde und Kiel treffen sich jede Woche freitags, die Gruppe auf der Jomsburg jeden Samstag. Mehr Informationen gibt es unter www.jomsburg.de oder bei Bundesführer Patrick Zimmerman: paddi@jomsburg.de.

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