Noer / Schwedeneck : Jörg Weimer und Ina Walenda neue SPD-Doppelspitze

Wollen für neue Impulse in Noer und Schwedeneck sorgen: Die neuen SPD-Vorsitzenden Jörg Weimer und Ina Walenda setzen auf eine Arbeitsteilung im Ehrenamt.
Wollen für neue Impulse in Noer und Schwedeneck sorgen: Die neuen SPD-Vorsitzenden Jörg Weimer und Ina Walenda setzen auf eine Arbeitsteilung im Ehrenamt.

Jörg Weimer und Ina Walenda sind beim Ortsverband in Schwedeneck-Noer zu den neuen Vorsitzenden gewählt worden.

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27. Oktober 2020, 16:40 Uhr

Schwedeneck | Mit Jörg Weimer und Ina Walenda hat die SPD in Schwedeneck-Noer zwei neue Ortsgruppenvorsitzende gewählt. Sie lösen Erwin Jordan ab, der für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Für die erstmalige Doppelspitze beschlossen die Genossen eigens eine Änderung der Vereinssatzung.

Wer verbirgt sich hinter der neuen Doppelspitze?

Walenda ist promovierte Agraringenieurin und Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde Deutschland. Für die SPD ist sie seit 2015 Mitglied der Kreistagsfraktion, dort im Fraktionsvorstand und Sprecherin im Umwelt- und Bauausschuss.

Weimer, promovierter Biologe, arbeitet in der Tumorforschung am Universitätsklinikum Kiel (UKSH). Er war von 2013 bis 2018 Sozialausschussvorsitzender und gemeinsam mit Jan Reumann (CDU) Initiator des KiTa-Neubaus in Dänisch Nienhof. Von 2017 bis 2019 war er Fraktionsvorsitzender und ab 2018 stellvertretender Bürgermeister in Schwedeneck. 2019 legte er alle Ämter nieder, da er die von der Gemeindevertretung vorangetriebene Krippeneinrichtung für Schwedenecker Kinder in Dänischenhagen nicht mittragen konnte.

Arbeitsteilung im Ehrenamt als Hauptmotivation

Arbeitsteilung im Ehrenamt war für beide in der neuen Doppelspitze die Hauptmotivation, für Jörg Weimer ist es auch die moderne Arbeitsmethode, die nun nach und nach auch in die Ortsvereine einzieht. Beide haben sich viel vorgenommen, Diskussionsbedarf sehen sie in den Bereichen Finanzpolitik, Verkehrslenkung, Klima- und Naturschutz. Damit die Zeit reicht, wollen sie sich die Aufgaben gut aufteilen. Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Gustav Otto Jonas möchte Jörg Weimer die SPD in Schwedeneck zu einem Garanten für eine effizientere Nutzung der finanziellen Möglichkeiten machen.

Erst muss die Gemeinde kostenfressende Strukturen wie den Touristikbetrieb verschlanken, um künftig Ressourcen für soziale Belange zu haben. Ein geplantes Defizit von mehr als 150.000 Euro im zweiten Jahr in Folge sei nicht vermittelbar. Es könne nicht angehen, dass zig-tausend Euro für eine Kinderbetreuung in einem anderen Ortsteil verbrannt würden, die kein Kind von innen gesehen habe und ortseigene Vereine um wenige hundert Euro Unterstützung zum Teil vergeblich kämpften.

Zukunftsthemen

Walenda möchte sich vor allem für den Natur- und Umweltschutz engagieren und sich dafür einsetzen, dass die Gemeinden neue Förderprogramme des Kreises, so für die Anlage von Blühflächen und zum Klimaschutz nutzen, die Gemeindesatzungen mit Vorgaben zur energetischen Nutzung, etwa bei Neubauten, und zur standortgerechten Bepflanzung anpassen – Zukunftsthemen, die gerade in Noer bislang verschlafen wurden. Um die Bürger mitzunehmen und Ideen zu sammeln, wolle man gern einen Stammtisch „Klimaschutz“ einrichten, ehrenamtliche Aktivitäten stärken und Schloss Noer unterstützen.

Anregungen der Einwohner wolle man sammeln, um konkrete Verbesserungen bei der Verkehrssituation insbesondere in den Sommermonaten zu erreichen, hier mehr Politik für Anwohner machen.

In Schwedeneck hat die SPD sechs Sitze, in Noer ist es zur Zeit nur einer

Bis zur nächsten Kommunalwahl wolle man sich mehr Gehör verschaffen, in beiden Gemeinden deutlich machen, wofür die SPD auf Ortsebene stehe.

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