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Joachim Hinz: Drehs zwischen Aukrug und Kenia

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Filme über die heimische Natur und der Umgang mit dem Publikum liegen ihm. Auch da ist Joachim Hinz (64) ganz Profi. Der pensionierte Berufsschullehrer aus Aukrug bei Neumünster hat neben seiner Lehrtätigkeit an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster Naturfilme gedreht. 1981 den ersten, und inzwischen an die 50 Stück. Jetzt dreht er wieder einen, für den WDR – „Igel und Maulwürfe – Geliebt und gehasst“. Wieder die heimische Tierwelt, die so viele Menschen fasziniert, gerade weil man durch sie vor Augen geführt bekommt, wie faszinierend und schützenswert die Natur vor der Haustür ist. Die scheuen, blinden und unter der Erde lebenden Maulwürfe sind extrem schwer zu filmen. Naturfilmer müssen „tricky“ sein, um an entsprechendes Bildmaterial zu kommen. Um die Maulwürfe vor die Linse zu bekommen, hat Hinz sich von einer Töpferin eine Tonröhre herstellen lassen, diese mit Matsch und Erde bepackt und obendrauf noch mit Grünpflanzen bestückt, um den Maulwurf hineinzulocken und ihn dort zu filmen.

Für die Igel-Sequenzen bittet Joachim Hinz die Leser um Mithilfe, um das sehr spezielle Balz- und Paarungsverhalten der nachtaktiven Tiere zu filmen: Wenn die Igel-Frau paarungswillig ist, fängt sie an zu schnaufen, das angelockte Männchen umkreist sie dabei, das Ganze findet meist nachts zwischen 22 und 23 Uhr statt, weiß der Naturfilmer. Hinz hat zwar schon einige Aufnahmen, möchte aber gerne weitere dieser ganz speziellen Szenen filmen und bittet um Hinweise: Wer in seinem Garten oder in der Natur so etwas beobachtet, wird gebeten, ihn umgehend anzurufen – er würde dann sofort mit seiner Kamera vorbeikommen. Joachim Hinz ist telefonisch unter 04873/790 und 0172/4192105 erreichbar.

Der mehrfach preisgekrönte Naturfilmer, der unter anderem 2015 beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen in Eckernförde mit dem sh:z-Publikumspreis für seinen „Haselmaus“-Film ausgezeichnet worden ist, dreht nicht nur in heimischen Gefilden. Mehrfach war er in Afrika, zuletzt in Kenia, wo er eine Reisedokumentation gedreht hat. Neben Reisedokumentationen dreht er Naturfilme fürs Fernsehen und Lehr- und Unterrichtsfilme für das Institut für Weltkunde in Hamburg.

Der Ruhestand ist für den Naturfilmer keiner. Er ermöglicht ihm allerdings, nur noch intensiver seiner großen Leidenschaft nachzugehen und den Maulwürfen noch näher zu kommen.

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erstellt am 19.Jul.2017 | 06:57 Uhr

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