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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 02:19 Uhr

Jetzt soll’s die Natur richten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sandaufschüttung am Dang

von
erstellt am 22.Feb.2017 | 06:58 Uhr

Die Planierraupe hat die gröbsten Unebenheiten des frisch aufgeschütteten Strandes gestern noch einmal geglättet und die Uferkante ein wenig begradigt. Auf der Promenade und am Außenhafen haben die Arbeiter die Sandspuren beseitigt. Ab heute sind die Transportwege wieder sauber, der Strand wird nach knapp zwei Wochen Sandaufschüttung der Natur überlassen. Am besten wären jetzt Regen, etwas Hochwasser und Seegang, um die organischen Bestandteile aus dem Sand zu waschen, und danach viel Sonne, die den Sand trocknet und ausbleicht.

Stunde Null am Dang. Der Sand vom Aschauer Meeresgrund liegt dort, wo er hinsollte. Küstenschutz der eleganten, natürlichen und kostengünstigen Art. Der Preis für den Transport, die Verladung und die Verteilung schrumpfte von ursprünglichen 80  000 Euro auf die Hälfte, weil die angesetzten 14 Tage um zwei Tage unterschritten wurden und die gelieferte Sandmenge nur 4400 statt der erwarteten 6000 Kubikmeter betrug. Preismindernd könnte sich auch die anfängliche Schlicklieferung ausgewirkt haben, die nicht zumutbar war und wieder abtransportiert werden musste.

Der Preis ist das eine, der Umgang mit dem Thema das andere. Die Experten loben die Qualität des Sandes und setzen auf die natürlichen Anpassungsprozesse bis hin zu einer auch farblichen Vermischung mit dem helleren und feinkörnigeren alten Strandsand. Besorgte Bürger trauen dem nicht so ganz und befürchten eine dauerhafte „Verdunklung“ des 400 Meter langen Teilabschnittes der Eckernförder „Goldküste“ bis hin zu negativen Auswirkungen auf den Tourismus.

Bei der Touristik geht man – jedenfalls bisher – entspannt mit dem Thema um: Man vertraut den Experten und auf eine allmähliche Aufhellung und Durchmischung des Sandes. Und: Neun Zehntel des gerühmten Eckernförder Strandes sind überhaupt nicht betroffen. Und wer weiß, mal positiv gedacht: Vielleicht erhöht am Ende das Kontrastprogramm am Dang sogar die maritime Vielfalt.

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