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Stadtmarketing : Jetzt sind die Bürger gefragt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Marketing-Fachleute ab Montag im Einsatz / Ergebnisse werden in acht Wochen vorgestellt

Umfrage: Braucht Gettorf ein Stadtmarketing?
Soll sich die Gemeinde ein Stadtmarketing leisten? Und wenn ja, in welche Richtung soll es gehen? In einer Umfrage sind in den kommenden Wochen alle Gettorfer Unternehmer und möglichst viele Bürger aus dem Ort und dem Umland als potentielle Kunden aufgefordert, Fragen dazu zu beantworten.

Ein Stadtmarketing, hier natürlich auf die Ortsebene heruntergebrochen, wäre ein Instrument, um Gettorf, wie seit Jahren immer wieder thematisiert, attraktiver zu gestalten und dem Leerstand im Ortskern zu begegnen. Themen wie die Entwicklung eines Ortsimages, Freizeit- und Kulturangebote, Wochenmarkt, gastronomische Angebote, Veranstaltungen, Barrierefreiheit, Stadtbild, Infrastruktur und touristische Angebote könnten da einfließen. Nach vielen vergeblichen Anläufen und der vielleicht entscheidenden Podiumsdiskussion im vergangen Oktober haben der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Gettorf und Umgebung und die Gemeinde über Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH, der seine Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben hat (wir berichteten), Bianca Wriedt, Myriam Buch und Judith Scholz mit einer Umfrage beauftragt. 2000 Euro an Anschubfinanzierung stellt die Gemeinde für die Bestandsaufnahme zur Verfügung, bevor größere Gelder ausgegeben werden. Jeweils 20 000 Euro könnten für 2014 und 2015 für Weiterentwicklung und Umsetzung folgen.

„Natürlich ist es schwer“, räumte der HGV-Vorsitzende Thomas Grötsch, der auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch mit seiner Wiederwahl große Zustimmung zu seiner Person und Arbeit für den Verein erfuhr, ein. Der um 40 Prozent gestiegene Internethandel mache auch der Gettorfer Geschäftswelt zu schaffen. Es gehe nun darum herauszufinden, ob Gettorf sich professionell aufstellen will, was jedoch nur mit dem Geld der Gemeinde und der Unternehmen funktioniere. Die drei Marketingfachleute informierten über Ablauf, Inhalt und Zeitplan der Umfrage. Die Gettorfer Betriebe wollen sie dafür persönlich aufsuchen. Dabei interessieren sie die Empfindungen des Unternehmens zum Standort Gettorf, ob kurz-, mittel- oder langfristig Veränderungen geplant sind, ob, warum und für welche Bereiche ein Stadtmarketing für nötig befunden wird und ob eine finanzielle Beteiligung und in welcher Höhe vorstellbar ist. Da Branche und Betriebsgröße für die spätere Auswertungen wichtig sind, wird nicht anonym befragt, die Ergebnisse werden jedoch später anonymisiert, erklärte Wriedt. Die Bürger werden an Ständen im Ortskern, im Gewerbegebiet Ravensberg und am sky-Markt anonym nach ihrer Meinung zu Gettorf, Verkehrsmitteln, die sie nutzen, der Einkaufssituation und zur Notwendigkeit eines Stadtmarketings befragt. Der Bürgerfragebogen wird auf der Internetseite des HGV www.hgv-gettorf.net auszufüllen sein.

Die Befragung der Unternehmen beginnt am Montag, 3. März, die Befragung der Bürger am Freitag, 7. März. Für Umfrage und Auswertung sind acht Wochen vorgesehen. „Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, sollte die Beteiligung bei mindestens zehn Prozent liegen“, machte Wriedt deutlich. Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) bat um Beteiligung. „Wir alle sind bestrebt, mehr Leben in den Ortskern zu bringen“, betonte er. „Je mehr sich beteiligen, desto größer das Meinungsbild.“

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erstellt am 28.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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