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1. Golf-Bundesliga : Jetzt hilft nur noch Abteilung Attacke

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Tabellenbild bleibt auch nach dem 3. Spieltag der 1. Bundesliga Nord unverändert: Die Damen des GC Altenhof belegen den letzten Rang und die Herren sind Vierter. Nach dem Doppelaufstieg droht nun der Doppelabstieg.

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erstellt am 30.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Altenhof | Am 3. Spieltag der 1. Golf-Bundesliga Nord zeigten die Herren des GC Altenhof auf dem Platz in Hubbelrath ihre bisher beste Saisonleistung. Eigentlich positiv, doch am Ende mussten die Schützlinge von Headpro Nils Sallmann dennoch wieder etwas bedröppelt auf das Scoreboard schauen. Denn auch die Frankfurter erwischten auf dem hügeligen und anspruchsvollen Platz einen guten Tag. Sie ließen nach unglaublich spannenden Vierern am Ende sogar die Gastgeber aus Hubbelrath hinter sich und landeten hinter dem Hamburger GC, der mit großen Schritten Platz eins entgegen schreitet, auf Position zwei. Schlecht für die Altenhofer, denn so müssen sie in den verbleibenden zwei Spieltagen nun schon vier Punkte auf den GC Frankfurt gut machen, um sich noch auf Platz drei der Tabelle vorzuschieben und damit die Klasse zu halten.

Die Damen aus Altenhof bleiben ihrem Motto treu und gehen mit Spaß an das Abenteuer Bundesligasaison heran. Zwar gab es auch in Hubbelrath wieder Platz fünf für die Schützlinge von Trainer Yannick Oelke, doch weiterhin verlieren die Damen nicht ihre gute Laune. Zudem zeigte sich einmal mehr, dass die GCA-Spielerinnen nicht komplett unterlegen sind, nur in der Breite bisher noch nicht konkurrenzfähig waren.

Es war schon großer Golfsport, den die Herren des GC Hubbelrath, Hamburger GC und Frankfurter GC anboten. Nach den acht Einzeln lagen etwas überraschend die Frankfurter vorne, die sechs sehr gute Ergebnisse ins Clubhaus brachten. Der Tabellenführer aus Hamburg lag deutlich zurück auf Platz drei, da nicht ein Spieler unter Par blieb. Doch in den abschließenden Vierern zeigten die Hansestädter plötzlich im Kollektiv ihr großes Können und blieben vier Mal unter Par. Eine Leistung, die es in der Bundesliga noch nicht oft zu bestaunen gab. Damit schoben sich die Hamburger noch am GC Hubbelrath und am Frankfurter GC vorbei auf Platz eins. Alles andere als die Spitzenposition wäre nach fünf Spieltagen schon überraschend, denn die Hamburger spielen wie kein anderes Team konstant auf einem sehr hohen Niveau.

Durch den zweiten Platz des Frankfurter GC in der Tageswertung hat sich die Lage für den GC Altenhof deutlich verschlechtert und auch vereinfacht. Im verbleibenden Heimspieltag und am letzten Spieltag auf der Anlage des Mitaufsteigers und Tabellenletzten GC Hösel heißt das Motto jetzt: „Attacke!“ Bereits am Sonntag war GCA-Trainer Sallmann mit dem Auftritt seiner Spieler nicht unzufrieden. Die Vorgaben, sich aggressiv auf dem schweren Platz in Hubbelrath zu präsentieren, setzten die Schleswig-Holsteiner um. Natürlich hat ein erhöhtes Risiko auch den Nachteil, dass gewagte Schläge misslingen. Und so kam es dann auch. Moritz Graf zu Rantzau, der ebenso wie seine Teamkollegen Niklas Theilken, Henning Vellguth und Justus Jürgensen, mit 76 (+4) Schlägen seine Einzelrunde beendete, leistete sich ausgerechnet auf Loch 18 noch ein Triple Bogey, was eine bessere Platzierung verhinderte. Genau so ging es auch Youngster Niklas Theilken. In seinem zweiten Bundesligaeinsatz zeigte der 16-Jährige auf den ersten neun Löchern, warum ihm ein außerordentliches Talent nachgesagt wird. Er spielte ein Birdie und sonst alles Par, bis er sich auf Loch neun dann noch ein Triple Bogey leistete. Dass er überhaupt im Einzel auflief lag daran, dass sich das Nachwuchstalent in einem internen Wettkampf gegen Christian Stübinger, Philip Krück und Julian Liekfeldt durchsetzte. „Niklas hat bewiesen, dass er im Vergleich zum ersten Spieltag viel dazugelernt hat“, lobt Trainer Sallmann.

Gleich vier zweistellige Ergebnisse über Par machten für die Damen aus Altenhof die Hoffnungen auf Rang vier kaputt. Sophia Ackerhans zeigte nach ihrer Rückkehr in die Mannschaft, was sie mit den Schlägern drauf hat, und erzielte mit einer Runde von +5 das beste Tagesergebnis im Einzel. Beeindruckend war dabei ihre Birdie-Serie auf den Löchern 1, 2 und 3. Ebenfalls drei Birdies gelangen hier nur noch der herausragenden Tagessiegerin Sophie Hausmann vom Düsseldorfer GC, die sieben Schläge unter Par blieb. Ein wenig unter Wert schlugen sich dagegen Katharina Drerup (+12), Nicole Kunz (+11) und Svenja Versuemer (+11). Die Altenhofer Frauen sind realistisch genug, um die drei bisherigen Spieltage zu bewerten. Trainer Oelke sagt ehrlich: „Selbst an einem guten Tag von uns reicht es eben nicht für die 1. Bundesliga.“ Es geht also wieder runter in Liga 2, aber, und das haben sich die Schleswig-Holsteinerinnen fest vorgenommen, nicht ohne einmal den undankbaren letzten Platz abzugeben. Die größte Möglichkeit besteht dazu natürlich am kommenden Heimspieltag. Oelke gibt sich kämpferisch: „Zuhause wäre es natürlich eine besondere Ehre, wenn wir da mal vorne reinspielen könnten.“

Der Heimspieltag in Altenhof wird am 19. Juli ausgetragen. Dann ist die gesamte Bundesliga zu Gast an der Eckernförder Bucht. Spitzenspieler wie Nicolai Dellingshausen (GC Hubbelrath), der bisher an allen Spieltagen die beste Einzelrunde hinlegte, können genauso wie die Lokalmatadoren ganz nah verfolgt werden.

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