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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 05:05 Uhr

Jazz vom Feinsten mit Nachwuchsmusikern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landesjugend-Jazz-Orchester auf seiner Schultour zu Gast in der Jungmannschule

von
erstellt am 03.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Ganz im Zeichen von Orchester-Jazz stand in den letzten beiden Tage die Jungmannschule, als auf seiner jährlichen „School-Tour“ das Landesjugend-Jazz-Orchester zu Gast war. Schon zum zweiten Mal waren die Nachwuchsmusiker vor Ort, nutzten die Gelegenheit, zusammen mit der Schulbigband „BrassReport“ beim abendlichen Auftritt in der vollbesetzten Aula diesen Musikstil dem Publikum näherzubringen.

Anstrengend war er schon, der Nachmittag für die „BrassReport“-Mannschaft, als im Rahmen des Workshops bei den gemeinsamen Sections-Proben musikalische Feinarbeit geleistet wurde. Demonstrierten die Schüler zunächst ihre eigene Technik, bekamen sie dabei Unterstützung von den Musikern des Landessorchesters, die ihre Erfahrung mit einbrachten. „Das funktioniert super ohne viel Zutun von unserer Seite“, bestätigt Musiklehrerin Angela Lins, die die 30-köpfige Schulband betreut.

Vier Stücke wurden am Nachmittag für den Abend eingeprobt. Unter der Leitung von Jörgen Roggenkamp, der in diesem Jahr sein Abitur bestanden hat, gaben die Schüler neben „Live and let die“ im Bigband Stil auch mit gesanglicher Unterstützung von Lehrerin Marit Lohmann „Let’s get loud“ zum Besten, bevor sie sich mit „Forget you“ verabschiedeten.

Dass sie mittlerweile zu den führenden Jugendbigbands Deutschlands gehören, demonstrierten die 23 Musiker im Anschluss unter der Leitung von Dr. Jens Köhler. Mit einem Mix aus Swing, Blues und Funk, perfekten Soli von Saxophon, Trompete oder Klarinette entsprach das Dargebotene durchweg professionellem Standard und wurde zum Teil speziell für die Band arrangiert.

„Wir sichten dabei auch potenziellen Nachwuchs“, erläutert Bildungsreferent Arvid Maltzahn vom Landes-Musikrat Schleswig-Holstein, denn spätestens im Alter von 25 Jahren ist im LandesjugendorchesterSchluss für die Nachwuchsmusiker. Fast an jedem Gymnasium in Schleswig-Holstein gebe es eine Band, insgesamt seien es 80, die turnusmäßig besucht würden. „Da wird gute Basisarbeit gemacht“, lobt Maltzahn das musikalische Engagement von Schülern und Lehrern, das sich nicht zuletzt in der Besetzung widerspiegelt. Rund 80 Prozent der Nachwuchsmusiker widmen sich später in ihrem Beruf der Musik, sei es als Musiklehrer, Komponist oder Musiker. Wenn dafür auf diese Weise die ersten Schritte gelegt würden, habe sich der Aufwand gelohnt, so Arvid Maltzahn.

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