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Konzert in der Borbyer Kirche : „Jauchzet und frohlocket“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört zur Adventszeit einfach dazu. In der Borbyer Kirche stand das dritte Adventswochenende ganz im Zeichen dieser fröhlich-klassischen Musik.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 05:15 Uhr

Die Weihnachtsfeiertage nahen, und Stadt und Land erglänzen in den Symbolen der Adventszeit. Was sicherlich auch zum Dezember gehört wie Stern und Vorfreude – das ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Das dritte Adventswochenende stand darum auch ganz im Zeichen dieser fröhlich-klassischen Musik. Die Borbyer Kirche hielt am Sonnabend und Sonntag dem Besucheransturm kaum stand: Die Weihnachtszeit wurde „mit Pauken und Trompeten“ eingeläutet.

Ja, mit Pauken und Trompeten beginnt das beliebte Oratorium, weitere Bläser und die Streicher fallen ein, das instrumental-kraftvolle Jubeln wird überhöht vom Gesang des vielstimmigen Chores: „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet, was heute der Höchste getan!“ Man musste als Zuhörer schon tief Luft holen und sich ganz weit machen, so überrollte einen diese Welle aus Begeisterung und Freude.

Der Evangelist (Florian Sievers, Tenor) berichtete von der Kanzel den Beginn der Weihnachtsgeschichte: „Es begab sich aber zu der Zeit…“, und Anne-Beke Sontag stimmte mit ihrer wundervollen Altstimme die erwartungsfreudige Arie an „Bereite Dich Zion, den Schönsten, den Liebsten bald bei Dir zu sehn!“ Mit 80 Stimmen erklang der bekannte Choral „Wie soll ich dich empfangen?“ Sopran und Bass (Constanze Berger und Julian Redlin) begrüßten das Christkind, und mit kraftvoller Bassstimme wurde der Gegensatz von „Großer Herr, o starker König“ und „muss in harten Krippen schlafen“ heraufbeschworen. Als dann Anne-Beke Sontag ein zärtliches Schlaflied für das Christkind sang („Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh“), hat wohl jeder den Zauber der Heiligen Nacht voller Vorfreude gespürt. So war von der Krippe zu hören, von Hirten und Engeln.

Die Einheit von Solostimmen, Rezitativen des Evangelisten sowie großem Chor war dabei gelungen und überzeugend, dazu so bildhaft und emotional, dass man wieder die Weihnachtsgeschichte ganz deutlich vor sich sah – obwohl man sie doch lediglich hörte. Dazu kam, dass die Instrumentalisten – Mitglieder der Kieler Philharmoniker – auf historischen Instrumenten spielten. Das gab dem Gesamterlebnis noch einen besonders kostbaren, festlichen Rahmen.

Besondere Anerkennung gebührt auch der Kantorei. Kirchenmusiker Heiko Henrich hatte bereits bei Zeiten Laien zum Mitsingen animiert. So waren zum gestandenen Chor noch viele neue Sänger hinzu gekommen, Jung und Alt, sogar zwei vollständige Familien. Ja, manchmal hätte man selber mitsingen mögen, so bekannt waren einem die Choräle. Unter dem geglückten Dirigat von Heiko Henrich gab es für jeden ein großes Stück Weihnachtsfreude.


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