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Baltic Horse Show : Jannik Bremer vor großer Kulisse erfolgreich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 14-Jährige vom RV Gettorf-Eckernförde-Dänischer Wohld reitet zu zwei fünften und einem ersten Rang. Seine Mutter Sabine lobt: „Vor allem die Ruhe zeichnet ihn aus“

Bereits im vergangenen Oktober konnte sich der Blondschopf Jannik Bremer für das Finale des LVM-Cups, welches im Rahmen der Baltic Horse Show ausgetragen wurde, qualifizieren und verließ als Sieger die Halle. Doch Bremer ruhte sich auf seinen Lorbeeren nicht aus, auch in diesem Jahr war er dabei und ging gleich dreimal bei der Baltic Horse Show am vergangenen Wochenende an den Start. Erfolgreich: Ein erster Platz und zwei fünfte Plätze sind seine Ausbeute.

Das soll schon was heißen, denn die Atmosphäre, die Pferd und Reiter empfangen, wenn sie das Oval in Kiel betreten, ist nicht nur eine ganz besondere, sondern kann auch zu Aufregung und Irritation nicht nur für denjenigen im Sattel führen. Vor allem im LVM-Cup in diesem Jahr, an dem Bremer aufgrund seiner Leistungsklasse 3 nicht mehr teilnehmen durfte, zeigte wie sonst guten Paaren Fehler und Verweigerungen unterliefen. Das weiß auch Bremer: „Es ist eine ganz ungewohnte Kulisse, anders als auf normalen Turnieren, deswegen passieren auch mehr Fehler.“ Lea Paulinski (Gettorf-Eckernförde) und Jonas Juhl (Waabs-Langholz) hatten sich in diesem Jahr für das Finale des LVM-Cups qualifiziert. Doch auch die beiden kassierten Springfehler und Verweigerung und kamen nicht in das Stechen.

Für den talentierten Jungspund war die Anspannung 2013 schon weniger wie er erzählt: „Ich bin in diesem Jahr schon einige Springen auch auf höherem Niveau geritten, das war nicht mehr so aufregend wie im Vorjahr, aber trotzdem was Besonderes.“ Diese Gelassenheit ist es unter anderem, die Mutter Sabine an ihrem Sohn, der von ihr trainiert wird, so schätzt: „Vor allem die Ruhe zeichnet ihn aus und dass er kritikfähig ist. Er nimmt Tipps an, auch meine.“

Auch am Wochenende gab Sabine Bremer ihrem Sohn wichtige Tipps beim Parcourabgehen, ehe der Sohnemann sich in den Sattel der 14-jährigen Octavia – die eigentlich von der Mutter geritten wird – setzte, um am Finale der Sparda-Bank-Trophy, einer Springprüfung der Klasse M* teilzunehmen, zu welchem sich insgesamt nur 20 Reiter qualifizieren konnten. Das Duo präsentierte eine gute Runde, nur am Aussprung der Dreifachen fiel die Stange, was am Ende Rang fünf bedeutete. Der 14-jährige Jannik war zufrieden mit seiner Vorstellung, doch das war nicht die einzige Schleife, die er von der Baltic Horse Show mit nach Hause brachte.

Bereits am Donnerstag ritt er auf den fünften Rang bei einer Springprüfung der Klasse M*. Der Sonnabend war allerdings ein Highlight. Gemeinsam mit dem Kreismeister André Arns, Mark Schulz und Janet Maas gewann der Jüngste im Bunde, hier auf Sushi, das Finale der Hallenmeisterschaft der Reiterbünde. „Das L-Springen war sehr lustig und eine tolle Erfahrung. Am Ende war es noch sehr spannend“, so sein Fazit.

Seit dem vergangenen Jahr und dem Sieg im LVM-Cup ist eine Menge passiert wie seine Mutter berichtet: „Jannik ist 2012 noch A-Springen geritten und hat mit LK 5 die kleine Kreismeisterschaft gewonnen. In diesem Jahr ist er mehr höhere Springen geritten, hat drei Mal M gewonnen und ist Vize-Kreismeister in der großen Tour im Springen geworden, mit LK 3.“ Doch sein Ehrgeiz und Fleiß ist nicht alles, was den Langhorster auszeichnet. „Das Pferd ist für Jannik kein Sportgerät“, so seine Mutter Sabine, die ihre eigens ausgebildeten Pferde mit ihrem Sohn teilt. „Ich merke nicht, dass ein 14-Jähriger meine Pferde mit reitet. Das finde ich gewaltig, die Pferde mussten sich ja auch erst mal umstellen.“

Wer reitet, wird abgesprochen. Zu stören scheint Octavia das nicht, während der Landesmeisterschaft in Segeberg ritt Mama mit der Schimmelstute in dem finalen S-Springen auf Rang vier, der Sohnemann in Kiel zweimal auf Rang 5. Jetzt haben beide ein paar Tage Pause – und Octavia steht wieder auf der Koppel.

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