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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:28 Uhr

Wachstum : Ja zur Bebauung – aber wo ?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einwohnerversammlung in Osdorf fragt Meinung der Bürger zur Ortsentwicklung ab

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2014 | 06:39 Uhr

Osdorfs Bürger können sich eine bauliche Entwicklung ihres Ortes vor allem auf dem ehemaligen Ohms-Gelände im Ortskern sowie am westlichen und nördlichen Ortsrand vorstellen. Das ergab die Bürgerbefragung in der Einwohnerversammlung am Donnerstag mit Schwerpunkt Innenbereichsentwicklung.

Vor etwa einem Jahr hatte die Gemeinde auf Eigeninitiative beim Planungsbüro B2K aus Kiel einen Dorfentwicklungsplan, ein sogenanntes Innenbereichsentwicklungsgutachten, in Auftrag gegeben, um sich baulich nachhaltig und sinnvoll weiter entwickeln zu können. So wie es auch die Landesplanung für den Planungszeitraum bis 2025 fordert. Nachdem Planer Oliver Kühle seinen ersten Entwurf in der Bauausschusssitzung im November schon einmal grob vorgestellt hatte, war nun bei einer zweiten Vorstellung des Planungsentwurfs die Meinung der Bürger gefragt. Nach den Ermittlungen des Planungsbüros verbleiben der Gemeinde Osdorf 111 Einheiten zur Umsetzung aus dem von der Landesplanung vorgegebenen Kontingent von 127 umsetzbaren Wohneinheiten bis 2025. Nach Ansicht von Oliver Kühle ein relativ großes Potential für eine Gemeinde dieser Größenordnung. Insgesamt sieht er nur wenige Baulücken und eher wenig Nachverdichtungspotential. Grundsätzlich gelte bei der Planung die Entwicklung des Innenbereichs vor dem Außenbereich, es sollte maßvoll und in Abstimmung mit den Umlandgemeinden geplant werden, bestehende Infrastruktur genutzt, städtebauliche Missstände beseitigt und eine bedarfsgerechte Entwicklung angestrebt werden. Dazu gehörten auch im ländlichen Raum Wohnformen für das Wohnen im Alter. Denn nach Aussage von Oliver Kühle wollen die Menschen bis ins hohe Alter in ihrem Heimatort bleiben. Als sinnvoll und im Umfang fast schon deckungsgleich mit dem von der Landesplanung vorgegebenen Kontingent nennt er eine Entwicklung der im Entwurf gelb eingezeichneten, mit A, B, und C bezeichneten Flächen in der Erweiterung „Schöner Winkel“ mit insgesamt etwa 100 bis 110 Einheiten. Als Potentialflächen, um den Ort abzurunden, benennt er die lila eingezeichneten, mit F, G und H benannten Flächen am östlichen und nordöstlichen Ortsrand mit Platz für etwa 130 Wohneinheiten.

Dann waren die Bürger aufgerufen, auf den ausgelegten Plan rote Punkte zu kleben, wo sie sich keinesfalls eine Bebauung, grüne Punkte, wo sie sich eine Bebauung vorstellen können. Zudem wurden Fragebögen verteilt, um herauszufinden, wie wichtig den Bürgern ein Dorfentwicklungsplan ist, ob die Gemeinde dafür Geld ausgeben sollte, welche Priorität Grün- und Freiflächen haben, ob sie städtebauliche Missstände im Ort sehen, welche Rolle der Tourismus in der Gemeinde spielen soll oder ob sie Anregungen zur Infrastruktur, zum Ortsbild oder zum Gewerbe haben. Bürgermeister Joachim Ivers (WgO) kündigte an, den Fragebogen allen Einwohnern zukommen zu lassen und den vorgestellten Plan in die Schaukästen der Gemeinde zu hängen, damit jeder sich ein Bild machen kann. Der Plan ist zudem in der Amtsverwaltung einsehbar. Anregungen der Bürger sollten vor der nächsten Sondersitzung des Bauausschusses am 18. Februar eingegangen sein. Danach sei zu klären, was die Landesplanung und die Eigentümer der Flächen zu den Plänen sagen. „Der Entwurf ist gut und wichtig für uns“, schloss Ivers. „Jetzt sind wir als Gemeinde gefordert, etwas daraus zu machen.“

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