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Seltener Gast : Irrflug: Krabbentaucher landet auf der Schlei

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eigentlich in der Arktis beheimatet verschlug es einen Krabbentaucher an die Schlei. Ein Segler entdeckte den kleinen Vogel. Experten vermuten, dass ihn Stürme dorthin geführt haben.

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erstellt am 22.Okt.2013 | 06:27 Uhr

Einen seltenen Gast bekam Hobbyfotograf und Segler Wolfgang Irmer im Fleckebyer Hafen vor die Linse. Ein Krabbentaucher hatte sich an die Schlei verirrt und schwamm im Wasser. Die knapp 20 Zentimeter großen und rund 150 Gramm leichten Vögel brüten in der Hocharktis mit den größten Kolonien in West-Grönland und Spitzbergen. Dort brüten sie in Spalten flacher Felshänge meist nahe der Küste in riesigen Kolonien. Hin und wieder komme es vor, dass einzelne Tiere aufgrund starker Stürme abdriften, sagt Dr. Jan Jacob Kieckbusch vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein. Der Krabbentaucher sei eine Hochseeart und außerhalb der Brutzeit nicht an Land anzutreffen.

„Die Beobachtung eines Krabbentauchers in dieser Region ist äußerst selten“, betont Kieckbusch, der . Meist seien die Tiere, die weit abseits ihres eigentlichen Lebensraums angetroffen werden, sehr geschwächt. So bleibe es abzuwarten, ob dieses Exemplar es packt, um im nächsten Frühjahr in die Brutgebiete der Arktis zurückzufinden.

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